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Brutinseln, Flussseeschwalbe, Lieps, Mecklenburg-Strelitz, Usadel

Das neue Frühjahr ist da, und mit ihm kehren auch die Flussseeschwalben nach Mecklenburg-Strelitz zurück. Daher plant der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), am 20. April die kleinen Langstreckenflieger gebührend zu empfangen. Dazu sollen die drei künstlichen Brutinseln auf der Lieps ausgebracht werden. Diese gilt es mit Sand und Grassoden herzurichten und wieder auf dem See zu verankern. Dazu werden viele fleißige Hände benötigt. Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Nonnenmühle bei Usadel.
Teilnehmende sollten wetterfeste Kleidung und Gummistiefel dabeihaben. Gern können darüber hinaus auch Arbeitshandschuhe und Waathosen mitgebracht werden. Für einen kleinen Imbiss vor Ort ist gesorgt. Fragen oder Anmeldungen nimmt Gordon Käbelmann unter der 0395 – 5666 512 oder per Mail unter der info@bund-neubrandenburg.de gern entgegen.
Die Flussseeschwalbe (Sterna hirundo) ist eine deutschlandweit stark gefährdete Vogelart. Natürlicher Weise brütet sie auf zeitweilig überspülten Kies oder Sandbänken in Flussauen. Da heute die meisten Fließgewässer reguliert werden, fehlt die natürliche Gewässerdynamik, sodass diese Kies- und Sandbänke in unseren Gewässern kaum noch vorkommen. Daher werden schon seit über 25 Jahren regelmäßig künstliche Brutinseln für die Flussseeschwalbe durch den BUND Neubrandenburg ausgebracht, um den Erhalt der Art zu sichern. Pro Jahr brüten dort durchschnittlich 70 bis 80 Brutpaare. Die Inseln sind ca. drei mal drei Meter breite Holzkonstruktionen auf Schwimmpontons, die mit GEO-Textil, einem Sand-Kies-Gemisch vom Seegrund der Lieps und frischen Grassoden bestückt werden, um den natürlichen Lebensraum der Flussseeschwalbe möglichst genau nachzuempfinden.
