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Foto: Hermann Behrens

Am kommenden Freitag, den 22. März, um 18.30 Uhr, lädt der Klein Vielen e.V. herzlich zu einem Vortragsabend in das Gemeindezentrum Klein Vielen in Peckatel ein. Dr. Sven Müller, Altphilologe und Indogermanist, trägt zum Thema „Die Havelquelle in historischer Zeit und die Mühle zwischen Pieverstorf und Freidorf“ vor. Ein wichtiger Hintergrund für das Thema ist der langanhaltende Streit, wo denn nun der genaue Ursprung der Havel zu suchen ist. 

Zum 750. Jahrestag der Ersterwähnung der Havelquelle in einer lateinischen Urkunde vom 23. April 1273 stellt Sven Müller seine Entdeckung der am Havellauf historisch nachweisbar ersten Mühle am Südufer des Mühlensees vor. Er zeigt, dass die drei westlich von Ankershagen liegenden Seen Bornsee, Trinnensee und Mühlensee als die natürlichen Havelquellseen zur Zeit der deutschen Ostsiedlung identifiziert werden können.

Dr. Müller stellte bei der Lektüre heimatkundlicher Forschungsliteratur für das Untersuchungsgebiet einen aktuellen Bedarf an einer Überprüfung des mittelalterlichen lateinsprachigen Urkundenbestandes  fest. Die Ergebnisse dieser Überprüfung, die auch für den Referenten selbst zutiefst überraschend waren, sollen nun dem heimatkundlich interessierten Publikum vorgestellt werden. Im Anschluss an seinen Vortrag lädt der Referent zu Fragen über den Beginn der Siedlungsgeschichte der Dörfer des Untersuchungsgebietes im 13. Jahrhundert ein.

Zur Person: Dr. Sven Müller wurde 1972 in Neustrelitz geboren. Er studierte von 1992 bis 2000 Altphilologie (Altgriechisch und Latein) sowie Indogermanistik (vornehmlich Pali und Sanskrit) und Allgemeine Geschichte in Rostock und Marburg und promovierte 2006. Der Klein Vielen e.V. freut sich über reges Interesse. Die Teilnahme ist kostenlos.