Schlagwörter
Antrieb, Brandenburg, Niederfinow, Schiffshebewerk, Winterarbeiten

In den zurückliegenden Wintermonaten wurde, während der planmäßigen Winterarbeiten, auch das Antriebssystem des fast 90 Jahre alten Schiffshebewerkes Niederfinow überprüft und neu eingestellt. Die anspruchsvollen Arbeiten wurden jetzt erfolgreich abgeschlossen. Jörg Schumacher, Betriebsstellenleiter der beiden Schiffshebewerke Niederfinow: „Es war Millimeterarbeit. Wir haben den Trog präzise neu kalibriert. So können wir den Verschleiß der Antriebe so gering wie möglich halten und Schäden an der Anlage vermeiden.“
Die Voraussetzung für die neue Einstellung des Antriebssystems war, dass der befüllte Trog des Schiffshebewerks waagerecht aufgepallt, also gestützt, wird. Dazu wurden Böcke und Hydraulikheber an verstärkten Punkten unter dem Stahlbau des 4.290 Tonnen schweren Troges positioniert und millimetergenau die Lage der kompletten „Wanne“ ausgerichtet. Für die Vermessungsingenieure und die -techniker hieß das, mit all den erforderlichen Instrumenten und Messgeräten auf den Knien unter dem Trog zu hantieren.
„Ein technisch sehr einfaches, aber geniales System eines Vielnutritzels ermöglicht nach dem Öffnen der vier Antriebskomponenten eine exakte Justierung des Zahnradantriebes zur Ringwelle“, so Jörg Schumacher. Ab dem 4. März startet das alte Schiffshebewerk wieder seinen regulären Betrieb.

