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In der Spitze befanden sich nach Polizeiangaben mehr als 75.000 Gäste auf dem Festivalgelände. Foto: Christian Ehlert

Die Polizei hat am Abend ihre Bilanz des Fusion Festivals 2022 in Lärz vorgelegt. Täglich brachte die Polizeiinspektion Neubrandenburg circa 260 eigene und unterstellte Beamte zum Einsatz. In der Spitze befanden sich mehr als 75.000 Gäste auf dem Veranstaltungsgelände. Trotz des daraus resultierenden hohen Verkehrsaufkommens blieben größere Beeinträchtigungen im Straßenverkehr aus. Es kam lediglich punktuell zu geringfügigen Stauerscheinungen rund um das Festivalgelände, die durch Polizeibeamte reguliert wurden. Dies ist nicht zuletzt auf die durchdachte Organisation seitens des Veranstalters zurückzuführen, heißt es in der Pressemeldung.

Durch die Landespolizei wurden sowohl zur Anreise als auch zur Abreise einzelne Fahrzeugführer stichpunktartig angehalten und auf ihre Verkehrstüchtigkeit kontrolliert. Dabei stellten die Einsatzkräfte 56 Fahrer und Fahrerinnen fest, die im Verdacht stehen, ihr Kraftfahrzeug unter dem Einfluss von Rauschmitteln geführt zu haben. Darüber hinaus wurden 80 Strafanzeigen wegen illegalen Drogenbesitzes gefertigt.

Sieben Anzeigen von Festivalbesuchern

Die in unmittelbarer Nähe zum Festivalgelände befindliche mobile Polizeiwache nutzten einige Veranstaltungsgäste, um unterschiedliche Delikte zur Anzeige zu bringen, darunter vier Strafanzeigen aus dem Bereich der Eigentumskriminalität sowie je eine gefährliche Körperverletzung und eine Sachbeschädigung. Darüber hinaus wurde polizeilich bekannt, dass es zu einer sogenannten Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen gekommen sein soll. Da weder die Personalien des Tatverdächtigen noch der Geschädigten gegenüber der Polizei benannt wurden, nahmen die eingesetzten Beamten von Amts wegen eine Strafanzeige gegen Unbekannt auf.

Auch für die Bundespolizeiinspektion Stralsund ist ein Großeinsatz zu Ende gegangen. Der Schwerpunkt lag hier in der sicheren An- und Abreise von Festivalbesucherinnen und -besuchern, die mit den Zügen der Deutschen Bahn AG aus Richtung Berlin, Rostock und Stralsund anreisten. Im Einsatz wurde die Inspektion Stralsund durch rund 215 Einsatzkräfte der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit und der Diensthundestaffel der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt am Hauptbahnhof Neustrelitz personell unterstützt.

200 Personen stichprobenartig kontrolliert

Knapp 18.000 Festivalgäste reisten zum Eventwochenende mit den Zügen der Deutschen Bahn an und ebenso wieder zurück. Die Kräfte der Bundespolizei kontrollierten im Einsatzzeitraum stichprobenartig etwa 200 Personen. Hierbei stellten sie mehr als 40 Verstöße fest. Dabei handelte es sich überwiegend um Straftaten nach dem Betäubungsmittel- und Waffengesetz sowie um Gewaltdelikte.

Herausragend bleibt die Festnahme zweier iranischer Tatverdächtiger (Strelitzius berichtete). Bei diesen wurden neben einer Vielzahl von verbotenen Substanzen auch 8200 sogenannte LSD-Trips aufgefunden. Der Straßenverkaufswert lässt sich hierbei auf einen sechsstelligen Betrag schätzen. Ebenso stellten die Beamten fünf im Bundesgebiet unerlaubt aufhältige Personen fest. Bei diesen handelte es sich um vietnamesische und syrische Staatsangehörige.

Entgegen der Erfahrungen aus dem letzten Festival konnten die abreisenden Festivalteilnehmerinnen und -teilnehmer ohne lange Wartezeiten vom Neustrelitzer Hauptbahnhof die Heimreise antreten. Insbesondere die von der Küste kommenden Züge in Richtung Berlin waren wegen des 9-Euro-Tickets zum Teil stark überfüllt. In enger Abstimmung und in sehr guter Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn Sicherheit, der Deutschen Bahn Regio und dem Notfallmanagement der Bahn gelang es diese Herausforderung zu bewältigen sowie die Sicherheit der Bahnreisenden zu gewährleisten, ist in der Presseinformation abschließend zu lesen.

Es konnten Sonder- und Entlastungszüge eingesetzt werden, um den Abreiseverkehr zu entzerren. Dadurch betrug die Wartezeit von Festivalgästen auch zu Spitzenzeiten am Bahnhofsvorplatz sowie auf den Bahnsteigen zum Teil weniger als eine Stunde. Damit verlief auch die gesamte Abreisephase reibungslos und störungsfrei.