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Thomas Besse auf der Messe. Foto: Agentur für Arbeit

Mehr als 450 Geflüchtete kamen heute – bis zum Mittag – auf die gemeinsame Jobmesse der Neubrandenburger Arbeitsagentur, des Jobcenters Mecklenburgische Seenplatte-Süd, der Neuwoges und der Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte GmbH ins Neubrandenburger Haus der Kultur und Bildung (HKB) um sich über Jobs in und um Neubrandenburg zu informieren. 40 hiesige Firmen waren vor Ort. Insgesamt 3.300 freie Arbeitsstellen hatten die Arbeitgeberservice-Teams – von Arbeitsagentur und Jobcenter im Landkreis – im Angebot. Auch Anbieter von Integrations- und Sprachkursen sowie das Welcome Center waren mit Beratungsständen vertreten. Sprachmittler halfen bei der Verständigung.

Die Corona-Krise hat die Nachfrage nach Fachkräften nur kurzzeitig gebremst, nun suchen Unternehmen wieder händeringend nach Personal. Im Mai registrierten die Arbeitgeberservice-Teams – von Arbeitsagentur und Jobcenter – mehr als 3 300 freie Arbeitsstellen. Und Monat für Monat kommen 400 bis 600 dazu.

Für Thomas Besse, Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, steht fest: „Ohne Zuwanderung haben wir gegen den Fachkräftemangel keine Chance. Alleine Demografie bedingt.“ Veranstaltungen wie diese zeigen: „Die Geflüchteten sind auf dem Arbeitsmarkt in der Seenplatte gefragt. Und dass heute so viele Geflüchtete auf der Messe sind, zeigt, wie groß das Bedürfnis nach Arbeit und Integration ist.“

Dennoch gibt es Hürden – die vor einer Arbeitsaufnahme überwunden werden müssen. Die Sprachbarriere zählt ganz sicher zu den Größten. „Für viele Arbeitsstellen braucht es zumindest vage Deutschkenntnisse. Auch die Anerkennung der ukrainischen Berufsabschlüsse wird nicht in ein paar Tagen gelungen sein“, so Besse. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) ist bereit und gut aufgestellt, um den Betroffenen schnell und unbürokratisch Hilfe und Unterstützung bei der Integration in den Arbeitsmarkt zukommen zu lassen. Gerade auch mit Blick auf Sprachvermittlung und berufliche Qualifikation.“