Schlagwörter

, ,

Elia Miro Friebes Kopfball geht knapp über die Latte.

Im zehnten Spiel hintereinander bleiben die Fußball-Oberligisten der TSG Neustrelitz ungeschlagen und legen damit eine beeindruckende Serie hin. Am Nachmittag besiegten die Jungs von Coach Maximilian Dentz im heimischen Parkstadion vor 250 Zuschauern den SFC Stern 1900 mit 2:1 (1:1).

Torschütze Nils Röth, links Artur Dawid Bednarczyk, hinten Oskar Fijalkowski.

Die Gastgeber waren in der 17. Minute in Führung gegangen. Marcus Niemitz brachte einen Eckball in den Strafraum der Steglitzer, Nils Röth sprang am höchsten und köpfte das Leder bundesligareif in den Dreiangel. Aber die Freude währte nur kurz. Zwei Minuten später klingelte es im Neustrelitzer Kasten. TSG-Keeper Nicolas Jesus Delpino schätzte einen Eckball nicht richtig ein, vielleicht war ihm auch die Sicht genommen. Jedenfalls verfehlte er die Kugel, die stattdessen Nabil Abdelaziz, wenn ich es richtig gesehen habe, mit dem Oberkörper über die Linie in die Maschen drückte.

Danach verflachte das Spiel. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte der wieder unermüdlich rackernde Röth noch einen Riesen auf dem Fuß, scheiterte aber am herausgelaufenen Schlussmann der Gäste. Was sich diesem Zeitpunkt schon zeigte: Die Berliner bestätigten ihre aufsteigende Form in der 2. Halbserie und machten es den favorisierten Residenzstadtkickern schwerer als von einem Abstiegskandidaten erwartet.

Keil schießt das Siegtor

In der zweiten Halbzeit brachten beide Trainer frische Kräfte auf den Rasen, was das Spiel wieder deutlich belebte. Die TSG-Mannen bauten den größeren Druck auf und wurden dafür in der 78. Minute belohnt. Elia Miro Friebe bricht in einem Konter bis zur Grundlinie durch, spielt einen maßgeschneiderten Pass auf den mitgelaufenen Dustin Keil, und der braucht frei vor dem Tor nur noch zu verwandeln.

Gutes Gespann: Dustin Keil (links) und Elia Miro Friebe.

Friebe hatte sich zuvor bereits mit einem knapp verzogenen Kopfball empfohlen (Bild oben). Auch Mannschaftskapitän Kevin Riechert hatte das 2:1 auf dem Schuh, konnte aber aus vollem Lauf nicht richtig Maß nehmen. In der Schlussphase brannte es noch einmal lichterloh vor dem Gehäuse der TSG, zum Glück blieb die letzte Attacke der Gäste ohne Folgen für die Neustrelitzer.

Die haben jetzt 49 Punkte auf dem Konto, rangieren auf Rang 6 der Tabelle punktgleich mit dem Rostocker FC, der über das bessere Torverhältnis verfügt. Wohin wird die Reise für die Strelitzer Jungs noch gehen in den verbleibenden fünf Punktspielen?

Jetzt können sie zunächst mit sehr breiter Brust im Landespokalfinale am kommenden Sonnabend im Parkstadion antreten. Kontrahent Greifswalder FC lernt die TSG diesmal in Bestbesetzung kennen, nachdem die Boddenstädter im März gegen eine personell stark geschwächte Neustrelitzer Truppe auf eigenem Platz ein mageres 1:0 zustande gebracht hatten.

Kraftleistung: Keiner hat sich geschont

Dustin Keil prallte kurz vor dem Schlusspfiff noch mit dem Steglitzer Schlussmann zusammen. Zum Glück, nichts passiert.

Maximilian Dentz bezeichnete den heutigen Erfolg als eine Kraftleistung, bei der sich keiner seiner Spieler geschont habe. „Wir haben heute das nötige Selbstvertrauen für die vor uns liegende Pokalaufgabe noch mehr stärken können. Natürlich wollen wir bei dem Lauf, den wir haben, nun auch den Pott holen“, so mein Blogpartner bei der Spielauswertung. Besonders freue ihn die Entwicklung, die junge Spieler wie Röth, Niemitz, Friebe oder auch TSG-Eigengewächs Keil nehmen. „Das ist einfach nur schön anzusehen.“

Das letzte Wort hat heute TSG-Sprecher Stephan Neubauer: „Wir haben erfrischend begonnen, sind dann aber zu lethargisch geworden. Zum Glück haben uns die Einwechslungen wieder in Schwung gebracht. Ein dann doch verdienter Sieg.“

Strelitzius ist für das Pokalfinale der beiden Oberligisten am kommenden Sonnabend akkreditiert und wird wie gewohnt zügig seinen Spielbericht ins Netz stellen. Anstoß in Neustrelitz ist um 14.15 Uhr.

Artur Dawid Bednarczyk scheitert am Steglitzer Keeper.

Spieltagssponsor