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Kapitän Ricardo Galandi über die Mitte im Angriff mit extrem hoher Trefferquote, links neben ihm Daniel Hähnert, hinten Cotrainer Dirk Heß.

Die Fans in der Strelitzhalle haben heute Abend ihre Volleyballer vom PSV Neustrelitz fenetisch gefeiert. In der 2. Bundesliga Nord hat das Team von Coach Jonathan Kendrick Scott den USC Braunschweig mit 3:0 (25:14, 25:21, 25:20) besiegt und konnte damit weitere drei Punkte verbuchen. Für Geburtstagskind Oliver Heß gab es außerdem noch ein Ständchen vom Publikum. Der Libero feiert heute sein 32. Wiegenfest.

Aller Grund zur guten Laune beim PSV Neustrelitz.

Im ersten Satz sah es noch aus, als kämen die Neustrelitzer wie eine Dampfwalze über die Gäste. Das anfängliche Bemühen, an den bärenstarken Gastgebern dranzubleiben, mussten die Braunschweiger bald aufgeben. Anders der zweite Durchgang. Die Neustrelitzer nicht mehr so konzentriert, Fehler schlichen sich ein, das Zielwasser kam abhanden, und schließlich gingen die Niedersachsen sogar 19:18 in Führung. Paul Sprung und Ricardo Galandi sorgten aber dafür, dass die Blütenträume der Gäste nicht reiften, und dann war da ja auch noch Daniel Hähnert. Am Ende ließ sich der PSV nicht die Butter vom Brot nehmen.

Im dritten Satz wechselte Trainer Scott aus, nachdem sich die Braunschweiger auf Maximilian Auste eingeschossen hatten, der wieder viel zum Erfolg beigetragen hat. Der Coach brachte Ole Siutz und den jungen Jesco Genzmer, Auste und Hähnert blieben draußen. Was dem Spiel keinen Abbruch tat. Beim 21:13 war der Drops bereits gelutscht, die USC-Spieler konnten nur noch Satzkosmetik gegen einen langsam herunterfahrenden PSV betreiben.

Jacob Genzmer

Als bester Spieler des PSV Neustrelitz wurde am heutigen Abend Libero Jacob Genzmer geehrt. Mit im Team auch ein alter Bekannter: Ludwig Fentzahn aus der 2. Mannschaft des PSV hielt sich als Alternative für die Zuspielpostion bereit und hatte ebenso wie Oliver Heß im 3. Durchgang einen kurzen Einsatz.

Die Stimmen zum Spiel: Jonathan Scott konnte seiner Truppe heute wesentlich bessere Noten geben als am vergangenen Wochenende in der klar verlorenen Begegnung gegen Spitzenreiter Moers (Strelitzius berichtete). „Ich finde es vor allem toll, dass ich mich auf durchweg alle Spieler im Kader verlassen kann, egal, wer da auf dem Parkett steht. Sie alle verdienen meine Hochachtung.“

Routinier Oliver Heß nimmt die Glückwünsche des Publikums entgegen.

Cotrainer Dirk Heß machte geltend, dass der USV nicht in Bestbesetzung anreisen konnte. „Ein Außenangreifer mehr hätte den Braunschweigern schon gut getan. Gleichwohl, wir wollten die drei Punkte haben, und wir haben sie uns geholt.“

Kapitän Ricardo Galandi sprach gegenüber Strelitzius von einem „ganz anderen Level als vor einer Woche“ und folglich auch von einem Spiel „auf nicht so hohem Niveau“. „Prinzipiell gut“ fand Galandi die geänderte, blockbetonte Anfangsaufstellung. Der Wechsel im dritten Satz sei nur folgerichtig gewesen. „Und Ole Siutz hat seine Sache wirklich gut gemacht“, würdigte Galandi den Einsatz seines Mannschaftskameraden.

Unsere Jungs ungefährdet weiter auf Rang 3 der Tabelle. Am 13. März trifft der PSV Neustrelitz diesmal auswärts erneut auf Ligaprimus Moerser SC.

Schweigeminute als Zeichen der Solidarität mit den Ukrainern

Der heutige Abend in der Strelitzhalle wurde angesichts der Ereignisse in der Ukraine mit einer Schweigeminute eingeleitet. Norman Geist als Hallensprecher vom Dienst hatte zuvor namens des Deutschen Olympischen Sportbundes, der Deutschen Volleyball-Bundesliga und beider Mannschaften eine Erklärung verlesen, in der die tiefe Erschütterung über den russischen Angriff zum Ausdruck gebracht wurde. Zugleich wurde an ukrainische Sportfreunde erinnert, die noch vor wenigen Jahren in den Reihen des PSV standen und mit denen bis heute ein freundschaftlicher Kontakt gepflegt wird.

„Unsere Gedanken sind bei euch“, so der Sprecher. „Wir verurteilen den Bruch des Völkerrechts durch Russland auf das Schärfste, er ist in keiner Weise mit den Werten des Sports vereinbar. Es darf keinen Platz für Krieg und Gewalt geben. Unsere Solidarität gilt allen Betroffenen in der Ukraine.“