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Das wird die Touristiker unserer Region interessieren: Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat in Schwerin die Eckpunkte einer neuen Bäderverkaufs-Verordnung für Mecklenburg-Vorpommern (Bäderregelung) vorgestellt. „Der Entwurf der Bäderregelung ist ein Kompromiss und das Ergebnis intensiver Verhandlungen. Die Regelung ist kein einseitiges Interessenpapier. Bei der neuen Bäderregelung geht es darum, den Spagat der zum Teil unterschiedlichen Vorstellungen von Wirtschaft, Gewerkschaft und Kirchen in vielen Punkten möglichst unter einen Hut zu bekommen. Das Ziel ist, dem verfassungsrechtlich gebotenen Sonntagsschutz noch mehr als bisher Rechnung zu tragen, damit unsere Regelung streitfrei ist“, sagte der Minister.
In der Mecklenburgischen Seenplatte könnten die Bäderregelung folgende Orte nutzen: Feldberg, Göhren-Lebbin, Mirow, Wesenberg, Wustrow, Malchow, Teile von Röbel und Waren, hier vornehmlich die Atstädte, Bollewick mit der Feldsteinscheune, Rechlin mit Ortsteil Boek, Klink mit der Hafenstraße. Die neue Regelung soll mit Saisonbeginn 2019 gelten. Zuvor gibt es ein Beteiligungs- und Abstimmungsverfahren. Hier der Entwurf zum Download:
Zu diesem Beitrag schreibt mir Prof. Helmut Böhme aus Neustrelitz:
Wenn man die Liste der Orte ansieht, die im Entwurf der Bäderregelung
aufgeführt werden, dann kommt man ins Grübeln und man fragt sich, ob der
Neustrelitzer Bürgermeister, die Stadtverordneten und selbst die
Touristikleute froh sind, daß der Kelch der Aufgaben und Verpflichtungen
einer Bäderordnung an ihnen vorbei gegangen ist oder ob doch jemand von
ihnen sich vielleicht sogar darüber ärgert, daß Neustrelitz wieder
weiter unter ferner liefen, irgendwo im finsteren Mecklenburg gegen
weiteres Schrumpfen kämpfen muss. Hat man denn wirklich eine so miese
Umgebung und keine Möglichkeit, einen Touristen herzuholen? Was steckt
hinter dieser „Bescheidenheit“ und „Zufriedenheit“? Welcher Interessent
aus Nähe oder Ferne wird sich nicht über den weißen Fleck mitten in der
herrlichen Seenplatte Mecklenburgs wundern? Neustrelitz eine „NO GO“- Area?