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Der jährlich am 1. Dezember stattfindende Welt-AIDS-Tag wendet sich gegen Ausgrenzung von Menschen mit HIV, denn Ausgrenzung und ständiges Verstecken aus Angst vor Ablehnung oder Mobbing machen krank. Die Aktion „Neubrandenburg zeigt Schleife“ soll daher Solidarität fördern und Mut machen. Dazu wird es am 1. Dezember von 15 bis 17 Uhr in der Treptower Straße einen Aktionsstand geben, wie die private Initiative queerNB informiert.

Dort werden Spenden für das Centrum für sexuelle Gesundheit gesammelt. Außerdem werden, neben Muffins und Informationsmaterial, die bekannten roten Schleifen verteilt. So können an diesem Tag alle Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger ihre Solidarität für Menschen mit HIV ausdrücken.

Weltweit leben etwa 36,9 Millionen Menschen mit HIV. Noch lange haben nicht alle Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten. Und nicht alle Menschen mit HIV wissen von ihrer Infektion. So leben allein in Mecklenburg-Vorpommern nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts etwa 220 der ungefähr 820 HIV-Positiven ohne Diagnose. Dabei ist der Zugang zu HIV-Test beispielsweise über das Centrum für Sexuelle Gesundheit Neubrandenburg leicht möglich. Außerdem kann man heute dank moderner Therapien in der Regel gut mit HIV leben. Doch noch immer erleben Betroffene Ausgrenzung und Stigmatisierung. Für viele HIV-Positive wiegt dies schwerer als die gesundheitlichen Folgen der Infektion.

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