Schlagwörter

, , , ,

Dr. Fritz Vahrenholdt und Till Backhaus (Zweiter und Dritter von rechts) gut gelaunt im Wald bei Roggentin. Fotos: Falko Gildhorn

Die wild lebenden Tiere in Deutschland zu schützen und ihre Lebensräume zu erhalten, hat sich die Deutsche Wildtierstiftung zum Ziel gesetzt. Deutschlandweit sichert die privat geführte gemeinnützige Stiftung bereits viele tausende Hektar wertvoller Naturgebiete. Dazu gehören nun auch 1610 Hektar Nationales Naturerbe Rechlin.

Vertreter der Wildtierstiftung haben sich am Mittwoch mit Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus bei Roggentin getroffen, um die Übernahme der Verantwortung für das Gebiet offiziell zu machen. „Die Fläche bei Rechlin bietet für den Natur- und Artenschutz wegen ihrer Größe und der direkten Nähe zum Müritz-Nationalpark ganz besondere Chancen. Sie stellt aber mit den militärischen Altlasten und dem hohen Nadelholzanteil auch eine große Herausforderung dar“, erklärte Dr. Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtierstiftung. „Bis 1945 dienten 1000 Hektar der Fläche der Reichsluftwaffe als Testgelände für Bunker und Bomben. Bis zum heutigen Tag fand keine Beräumung der Fläche statt, deren Böden und Gewässer tonnenweise gefährliche Munition und Munitionsreste beherbergen. Die Umstrukturierung des Waldes hin zu einem besser durchmischten oder einem reinen Buchenwald, der ursprünglichen Form unserer Wälder, wird damit ebenso erschwert wie die Umsetzung eines weiteren wichtigen Ziels der Stiftung, der Naturentfremdung des Menschen entgegenzuwirken.“

So bleiben den Aktivisten lediglich ein paar hundert Hektar Naturerbe, um Fischadler, Fischotter und Co. ein umfangreicheres Zuhause zu bieten und vor allem Kindern und Jugendlichen die Natur in ihrem Ursprung zu zeigen. Die Deutsche Wildtier Stiftung hat ihre Arbeit vor Ort bereits aufgenommen. Die für das Gelände anfallenden Kosten trägt in den ersten Jahren noch das Land. Mit voranschreitender Entwicklung der Fläche übernimmt diese dann die Stiftung.