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Hebe, Göttin der Jugend und Mundschenk der Götter, hat gegen diesen Spaß sicherlich nichts einzuwenden. Foto: CSD Neustrelitz

Ich weiß ja nicht, wie meine Großmutter selig zu der gern von ihr gebrauchten Redewendung „Von Bismarck auf die Preiselbeeren kommen“ gelangt ist. Allwissender Google kennt sie nicht, also die Redewendung, meine Großmutter gleich gar nicht. Omi umriss mit dem Spruch regelmäßig, wenn ihr etwas  weitschweifig vorgetragen war.

Heute stieg die Erinnerung an meine geliebte Altvordere mal wieder in mir auf. Der große „Tagesspiegel“ hat in seinem werktäglichen Newsletter „Checkpoint“ nämlich unser kleines Residenzstädtchen Neustrelitz erwähnt. Offenbar eine Nachlese der Lesung zweier Redakteure der Zeitung am Montag im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz (Strelitzius berichtete).

Aufgehängt an einer EU-Untersuchung von Badestellen, stellt der Kolumnist heraus, dass es an den beiden Neustrelitzer Seen nichts auszusetzen gibt. Na ja, der Glami ist in der Tat ohne Fehl und Tadel. Wahrscheinlich ist der zweite angeführte See nicht der Zierker, sondern der Domjüchsee, oder der Große Prälanksee. Wir haben es ja! „Warum das Mecklenburger Städtchen, das außer dem Regionalexpress (braucht 80 Minuten) und Preußenkönigin Luise (hatte familiäre Wurzeln) kaum Berlin-Connections hat, im ‚Checkpoint‘ auftaucht?“, fragt der Kollege von der schreibenden Zunft nach Badewasser, Eisenbahn und Monarchin rhetorisch. Und dann kommen sie endlich, die Preiselbeeren. „Ab Sonnabend, 14 Uhr, gehört es wie Berlin zu den Orten, die eine Parade zum Christopher Street Day haben. Laut Eigenwerbung wird es – der kleinste CSD Deutschlands.“

Hinzuzufügen ist noch in aller Bescheidenheit, dass die hiesigen Veranstalter trotzdem mehrere hundert Teilnehmer aus Neustrelitz und dem weiteren Umland zum Christopher Street Day erwarten. Zum Beispiel auch aus Berlin. Start zum Umzug ist am Bahnhof. Von dort geht es auf den Schlossberg zur bunten Party.