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Aus Sicht der Stadt Neustrelitz ist es wenig aussichtsreich, weiter gegen die Ertüchtigung des Telekomnetzes mittels Vectoring im Stadtgebiet vorzugehen. Das erklärte Bürgermeister Andreas Grund auf der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung. Die Stadt hatte angesichts des Glasfaserausbaus der Stadtwerke bekanntlich Beschwerde bei der Bundesnetzagentur gegen das Vorgehen der Telekom eingelegt, das aus Sicht der Kommune die eigenen Anstrengungen konterkariere.

Die Bundesnetzagentur hatte in einer Antwort vom 31. Mai eingeschätzt, dies nicht erkennen zu können. Sie halte die Parallelerschließung für nicht störend, der Aufbau des Glasfasernetzes bleibe trotzdem möglich. Letztlich war auf der Kommunaltagung des Deutschen Städte- und Gemeindebundes die überwiegende Auffassung vertreten worden, dass einer zunächst flächendeckenden Erschließung mit 50 Mbit, wie von der Telekom avisiert, der Vorzug gegeben wird. „Dies ändert jedoch nichts an der Auffassung der Stadt, dass es sich dabei um eine veraltete Technologie handelt“, so Bürgermeister Grund, ohne die Telekom zu nennen.

Ungeachtet dessen werde die Stadt Neustrelitz beim Bund einen Antrag für den Glasfaseranschluss der Neustrelitzer Schulen an das Hochgeschwindigkeitsnetz der Stadtwerke stellen, kündigte der Bürgermeister an. Über die Büros der Bundestagsabgeordneten solle schnellstens der Förderweg in Erfahrung gebracht werden. Das Carolinum Neustrelitz verfügt bereits über einen solchen Anschluss (Strelitzius berichtete).