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Unter anderem das Biomasseheizkraftwerk der Stadtwerke Neustrelitz hat bei den Juroren des Bundeswettbewerbs gepunktet. Foto: SWN
Neustrelitz darf sich mit dem Titel „Bioenergiekommune 2016“ schmücken. Die Residenzstadt ging als einer von drei Siegern aus einem Wettbewerb des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft hervor. Die beiden anderen Preisträger sind Willebadessen in Nordrhein-Westfalen und Ascha in Bayern.
Bügermeister Andreas Grund hatte die frohe Botschaft zunächst den Teilnehmern an der Festveranstaltung zu 25 Jahren Stadtsanierung in Neustrelitz am Freitag im Kulturquartier überbracht. Dabei würdigte er auch die Verdienste der Stadttöchter, die in diesem Jahr auf eine 25-jährige erfolgreiche Entwicklung zurückblicken. Am heutigen Montag wurden dann auch die Chefs von neuwo und Stadtwerken sowie des Landeszentrums für erneuerbare Energien von der Auszeichnung informiert. Stadtwerke und Leea hatten an der umfänglichen Bewerbung mitgewirkt. „Ich freue mich natürlich riesig über die Würdigung“, sagte mir Andreas Grund am Abend. „Es ist vielen Akteuren zu danken, dass Neustrelitz die Stadt der erneuerbaren Energien und ein ökologisches Vorbild ist.“
Minister spricht von gelebtem Klimaschutz
Bundesminister Christian Schmidt (CSU) hob in einem Statement auf der Internetseite seines Ministeriums hervor, dass alle drei Preisträger auf einen Mix aus regionaler Biomasse, weiteren erneuerbaren Energien wie Solarthermie und Effizienzmaßnahmen setzen. „Bei allen drei Gewinnern stammt die Biomasse aus der Region und wird nachhaltig gewonnen. Das ist gelebter Klimaschutz, denn wir können auch in Zukunft nicht auf Bioenergie verzichten.“
Der bundesweite Wettbewerb „Bioenergie-Kommunen 2016“ richtete sich an Orte im ländlichen Raum in Deutschland, die mindestens 50 Prozent, und Städte, die mindestens 30 Prozent ihres Strom- und Wärmebedarfs aus regional erzeugter Biomasse decken. Die Preisträger erhalten jeweils 10 000 Euro. Die Preisverleihung soll zur Internationalen Grünen Woche im Januar in Berlin erfolgen. Das Neustrelitzer Preisgeld wird in den Ausbau der Ladesäulen-Infrastruktur in der Stadt fließen, wie mir Bürgermeister Grund sagte.