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schweinefleisch2Nach den trüben Tagen der zurückliegenden Woche habe ich heute mal ein bisschen Farbe auf den Speisezettel gebracht. Keine Küche ist für so ein Vorhaben geeigneter als die chinesische. Noch der letzte Straßenkoch im Reich der Mitte achtet darauf, dass sein Mahl farblich durchkomponiert ist. In der Provinz Sechuan wird ein einfaches Gericht geschätzt, das ich nachgekocht habe.

Zunächst habe ich ein gutes Pfund Schweinefilet in Würfel geschnitten und in eine Marinade aus zwei Esslöffeln herzhafter Sojasauce und einem Teelöffel Chiliflocken gegeben. Gut durchmischen! Einen Teller auf die Schüssel und eine halbe Stunde in den Kühlschrank.

Nun ist fröhliches Schnipseln angesagt. Zwei Porreestangen werden in Ringe geschnitten, ruhig dabei auch einen Teil des Grünen mit verarbeiten. Eine rote und eine gelbe Paprika werden in dünne Streifen geschnitten, eine Karotte und ein Zucchino werden fein gestiftelt. Dann noch drei Esslöffel Sojasauce mit zwei Esslöffeln Speisestärke und einem Esslöffel Weißweinessig verrühren und mit einem Viertelliter Wasser auffüllen.

Vor dem Pfannenrühren noch mal ordentlich entspannen

schweinefleischKurze Entspannung, denn jetzt ist das berühmte Pfannenrühren angesagt, was den Koch schon auf Touren bringen kann. Zunächst einen Esslöffel Öl im Wok erhitzen und das Fleisch drei bis fünf Minuten darin bewegen. Fleisch raus, noch einen Esslöffel Öl rein. Erst Porree und Paprika zwei Minuten in Bewegung halten, dann Zucchino und Karotte für weitere zwei Minuten teilnehmen lassen. Und rühren, und rühren…

Am Ende wird das Fleisch wieder zugegeben, die Speisestärkemischung aufgefüllt und das Ganze noch ein bisschen in Schwung gehalten, bis es leicht andickt. Dazu passen eine Reismischung und ein „mànmànchī!“. Es wird in der chinesischen Gastronomie für „Guten Appetit!“ verwendet, heißt aber wörtlich „Essen Sie langsam!“. Wogegen bei unserem Sechuan-Schweinefleisch nichts einzuwenden ist.