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Die TSG Neustrelitz hat im Regionalliga-Spiel gegen den VfB Auerbach vor heimischer Kulisse ein Desaster erlebt. Nach einer 2:0-Führung haben die Platzherren die Partie noch mit 2:4 (2:2) vergeigt. Ausnahmsweise vorweg die Stimme zum Spiel: „So etwas habe ich im letzten halben Jahr nicht mehr erlebt. 30 Minuten lang hat unsere Mannschaft super gespielt, um dann in grenzenloser Überheblichkeit einzubrechen. Eine Überheblichkeit, die ich auch auf der Tribüne bei den Anhängern verspürt habe“, schimpfte Thomas Splett, Bauunternehmer aus Wesenberg und Sponsor der TSG, in einem Gespräch mit Strelitzius.

Nach Toren von Mattia Trianni (8.) und Kerem Behnke (18.) sah es zunächst nach einem lockeren Trainingsspiel für die Neustrelitzer aus. Aber noch vor der Halbzeitpause glichen die Gäste aus. An beiden Treffern hatte TSG-Keeper Daniel Strähle, der unter der Woche noch vollmundig von seinen Qualitäten tönte, mehr als eine Aktie.

Unverständlich, dass die TSG nach der Halbzeit völlig von der Rolle war und trotz weiterer Feldüberlegenheit nichts mehr auf die Reihe bekam. Einen Elfmeter hätte es noch geben müssen, aber der ersehnte Pfiff von Schiri Matthias Lämmchen aus Meuselwitz blieb aus. Der Unparteiische musste kurz darauf auch noch eine Keilerei schlichten, in die gleich mehrere Spieler verwickelt waren. Hingegen sorgten die Vogtländer mit zwei pfeilschnellen Angriffen für die Gegentore Nummer 3 und 4 und damit in höchstmöglicher Effizienz für die Entscheidung. Drei Punkte, mit denen sie im Abstiegskampf beim Meister nicht gerechnet haben. Die Neustrelitzer finden sich jetzt auf Rang 8 wieder, Tabellenplatz 4 wäre es bei einem Erfolg gewesen.

Stimmen, es gehe ja um nichts mehr für die TSG, sind absolut inakzeptabel. Die Residenzstädter haben bereits am Freitagabend in Bautzen die Gelegenheit, wieder von sich zu überzeugen. Was sie heute geboten haben, war gelinde gesagt katastrophal, von der ersten halben Stunde mal abgesehen. Aber ein Fußballspiel hat bekanntlich 90 Minuten.