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Was soll man nun glauben? Im Winter noch hat der Neustrelitzer Stadtgärtner Andreas Köhncke das Siechen der Marktbäume in der Residenzstadt ausschließlich Vandalen zugeschrieben. In dieser Woche nun hat ein Granziner Gärtner den Vorwurf erneuert, den er schon vor mehr als zehn Jahren erhoben hatte: Die hier gepflanzen Eschen sind dem Tod geweiht, weil sie einfach nicht den Boden finden, den sie benötigen, befindet Eckhard Geier zum wiederholten Mal. Das vernichtende Urteil des Experten: unheilbar krank. Und es kommt noch schärfer. Bei der Pflanzung bereits seien gravierende Fehler begangen worden, indem die Stämme nicht geschützt wurden.

Was da seitens der Stadt kommt, ist mehr als kümmerlich. Man beobachte die Entwicklung und wolle gegensteuern. Nicht unbedingt beruhigend! Irgendwo im Raum schwebt eine gigantische Fehlinvestition, die die Rathausoberen natürlich nicht ohne weiteres zugeben werden.

Und das auf einem Platz, der als Mittelpunkt einer barocken Sternstruktur nur noch einmal in Europa wiederzufinden ist: an keinem geringeren Ort als Paris. Aber es geht auch eine Nummer kleiner, denn der Neustrelitzer Markt ist nicht nur Herz der Residenzstadt, sondern auch eine Adresse, mit der sich alle Mecklenburg-Strelitzer identifizieren, auch die aus dem Umland. Das Versagen kommunaler Verkehrspolitik bleibe an dieser Stelle mal außen vor.

Keine Kritik an den Architekten, sie haben bei der Neugestaltung der Stadtmitte vermutlich alles richtig gemacht beziehungsweise waren nur schlecht beraten. Um Himmels Willen keinen Rückfall in mittelalte Zeiten und die so wunderbaren Sichtachsen wieder zustellen! Aber irgendwer, der sich da als Fachkraft ausgegeben hat, war ein Stümper.