Regen über dem Großbrandgebiet im Müritz-Nationalpark, auch für die Nacht werden von den rund 300 Einsatzkräften Niederschläge erwartet. Die Lage auf dem ca. 388 Hektar großen Katastrophengelände ist deutlich entspannt, wie die Kreisverwaltung meldet.
Wir von hier können ja nichts fürs Wetter in der Seeplatte. Selbst ich als Einheimischer habe heute bis kurz vor 18 Uhr gebraucht, um im Biergarten meiner Wahl in Wustrow acht Minuten Sonnenstrahlen zu erhaschen. Vielleicht waren es auch nur sieben. Kurz darauf prasselte schon wieder der Regen auf den Schirm, unter dem ich beseelt hervorgelugt hatte.
Die starken Regenfälle und Windböen der vergangenen Tage haben in der Vier-Tore Stadt Neubrandenburg an mehreren Stellen Spuren hinterlassen. Besonders betroffen ist ein Bereich zwischen den Kleingartenanlagen „Sonnenschein“ und „Trasse 2b“ zwischen dem Jahnviertel und dem Reitbahnweg: Dort ist eine größere Weidengruppe instabil geworden. Zwei Stämme stürzten bereits auf den angrenzenden Weg. Weitere Stämme neigen sich und drohen ebenfalls zu fallen.
Eine Erholung des Wasserhaushaltes in Mecklenburg-Vorpommern ist trotz der vieles Regens weiterhin nicht in Sicht. „Südlich einer Linie von Boizenburg nach Greifswald gibt es im Oberboden noch schwere bis extreme Dürre. Die Grundwasserpegelstände folgen daher dem Abwärtstrend der vergangenen zehn Jahre und haben inzwischen neue Tiefststände erreicht“, erklärte Umweltminister Till Backhaus. In einer Pressemitteilung betonte der Politiker weiter, dass die sommerlichen Niederschläge nicht geeignet seien, um die Wasservorräte wieder aufzufüllen. „Sie ersetzen allenfalls das Gießen“, so der Minister.
Die meisten kurzen, aber heftigen Regenfälle führten dazu, dass das viele Wassert nicht so schnell versickern kann. Zur Grundwasserneubildung brauche es langanhaltende, nicht zu intensive Regenfälle im Winter. „Noch besser wäre viel Schnee. Die letzten Winter waren jedoch eher durchschnittlich bis zu trocken. Der letzte nasse Winter war 2017/18“, erinnerte der Minister.