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Der Inselverein Mirow hat es sich verdient gewürdigt zu werden.

Christa Grählert und Ulla Pape hatten es stellvertretend für ihren Inselverein bereits am gestrigen Nachmittag bei der offiziellen Eröffnung der 20. Auflage von „Kunst am Schloss“ in Mirow durch Bürgermeister Henry Tesch (Strelitzius berichtete) angekündigt. Am Abend wolle man es so richtig krachen lassen. Und so kam es dann auch: Im Festzelt hinter der Johanniterkirche erlebten rund 150 geladene Gäste, darunter viele Wegbegleiter der Mirower Kunstmärkte, einen stimmungsvollen Abend. Zwei Jahrzehnte einer Erfolgsgeschichte boten allen Grund zum Feiern.

Ulla Pape versäumte nicht, noch einmal allen Unterstützern, aber auch Kunsthandwerkern, Künstlern und Händlern zu danken, die der Veranstaltungsreihe zu dem Glanz verholfen haben, der sie schon seit geraumer Zeit ausmacht und der weit über Mecklenburg-Vorpommern hinaus ausstrahlt. Sie sei sehr froh, das Jubiläum im großen Kreis der Kunstmarkt-Freunde gebührend begehen zu dürfen.

Struktur, Engagement, Nerven aus Stahl

„Schaut euch an, was geworden ist. Unser Markt ist aus dem Kulturkalender nicht mehr wegzudenken, er zieht Menschen von nah und fern an, er bringt Leben, Farbe und anregende Gespräche auf unsere Insel, er ist ein Treffpunkt, der weithin bekannt geworden ist“, so Christa Grählert. „Es braucht Struktur, unermüdliches Engagement im Ehrenamt und manchmal auch Nerven aus Stahl. Die Mitglieder unseres Vereins investieren ihre Freizeit, ihre Energie und ihr Herzblut. Hinter unserem Erfolg stehen Namen, Menschen, die den Verein gegründet, geführt und geprägt haben. Danke für diese großartige Arbeit.“

Ein Erfolg wie dieser lebe darüber hinaus von vielen Menschen, die einfach da sind, wenn sie gebraucht werden. „Ihr seid immer an unserer Seite gewesen, habt eure Wochenenden geopfert und habt uns mit eurem Lächeln Mut gemacht, wenn es mal stressig wurde. Und Ihr habt nie danach gefragt, was Ihr dafür bekommt“, so Christa Grählert abschließend unter dem Beifall der Anwesenden.

Niemals die Lust verlieren

Beide Aktivistinnen stießen mit den Gästen des Abends auf die nächsten Jahre an, darauf, dass der Verein niemals die Lust am Organisieren verliere und seine Helfer ihn nie im Stich lassen. Der Wunsch nach immer schönem Wetter wurde an diesem Wochenende von Petrus bereits bilderbuchmäßig erfüllt.

Zu den Gästen der Festveranstaltung gehörte auch Mirows 1. Vizebürgermeisterin Julia Berdermann. Seitens des Kirchturmvereins, gut vernetzt mit dem Inselverein, gratulierten der langjährige Vorsitzende Hartwig Grählert und sein Nachfolger Andreas Oehme.

Die Lebendigkeit, Vielfalt, Rarität

Pastorin und Nachbarin Ulrike Kloss, mit der Johanniterkirche auf der Insel präsent und gleich neben der Insel im Pfarrhaus wohnend, outete sich als Kunstmarktfan. „Ich freue mich, dass es ihn gibt, lade gezielt immer wieder Freunde ein, kaufe selbst von Schmuck bis Kleidung vieles hier. Ich mag die Stille der Schlossinsel, aber auch ihre Lebendigkeit, ihre Vielfalt, wenn sie voll mit Menschen ist.“ Sie wünsche den Märkten, die eine Rarität seien, anlässlich des 20. Geburtstages weiteres Reifen hin zum Erwachsensein und freue sich schon jetzt darauf, die nächsten Jubiläen feiern zu können.

Zu würdigen ist, dass die Mirower Buchhändler Grit und Peter Schmitt zum 20-Jährigen eine Sonderausgabe der „Mirower Hefte“ herausgebracht haben. Zum Gelingen des gestrigen Beisammenseins unbedingt beigetragen hat Robert Beisler vom „Pfannkuchenhaus de luxe“ Granzow, der ein tolles Buffet gezaubert hat. Und DJ Thomas Wagner sorgte dafür, dass selbst Festteilnehmer das Tanzbein geschwungen haben, die es nach eigener Aussage schon ewig nicht mehr getan haben. Alles Gute, lieber Inselverein, auch von Strelitzius. Ich bleibe euch treu.

Christa Grählert (links) und Ulla Pape.
Hartwig Grählert bei seinem Grußwort.
Andreas Oehme gratuliert.
Gute Nachbarin: Pastorin Ulrike Kloss.