Am Sonnabend, 18. Oktober, um 19.30 Uhr, wird in der Fabrik.Scheune neben der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz der vermutlich schönste österreichische Stummfilm – „Die Kleine Veronika“ von Robert Land zur Aufführung gebracht. Der Berliner Pianist Alexander Kraut wird den 1930 gedrehten Film am Flügel musikalisch begleiten.
Der Stummfilm „True Heart Susie“ von David W. Griffith, USA 1919, wird am 15. Februar um 19.30 im Neustrelitzer Fabrik.Kino 1 mit der Live-Musikbegleitung von Alexander Kraut, Berlin, zur Aufführung gebracht.
Die junge Susie liebt den Nachbarsjungen William. Ohne sein Wissen finanziert sie seine Ausbildung mit ihrer eigenen Hände Arbeit und opfert damit ihr eigenes Glück. Denn als William es bis zum Priester bringt, muss Susie als einfaches Mädchen vom Land erkennen, dass der kultivierte Mann für sie unerreichbar geworden ist. William heiratet die hedonistische Bettina. Da hilft es nichts, dass Susie weiß, dass Bettina William gar nicht liebt und sich heimlich mit ihrem Liebhaber trifft. Allein, weil sie so friedliebend und uneigennützig ist, schweigt sie. Erst als die Tante der Frau dem Geliebten reinen Wein einschenkt, kommt er zur Besinnung.
Am kommenden Sonnabend, 12. Oktober, um 19.30 Uhr, startet in der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz wieder eine Reihe mit fünf Stummfilmen, die live begleitet werden von dem Berliner Pianisten und Komponisten Alexander Kraut. Er begleitet die Stummfilme in der Alten Kachelofenfabrik schon seit Mitte der 90er Jahre, hat eine über 30jährige Bühnenerfahrung und war u.a. musikalischer Leiter bei Marianne Rosenberg. Vor ein paar Wochen hat Alexander Kraut noch beim „Burning Man Festival“ in Nevada gespielt – und fehlt auch nie bei der Fusion in Lärz. Diesen Monat geht es weiter mit „Die Ehe im Kreise“ von Ernst Lubitsch aus dem Jahre 1924. Als Darsteller mit dabei Florence Vido, Monte Blue, Marie Prevost und anderen.
Es ist die Geschichte zweier denkbar ungleicher Ehepaare, von denen sich das eine auseinander gelebt hat, während das andere noch immer in heftiger Liebe zueinander entflammt ist. Als die frustrierte Ehefrau die Seiten zu wechseln versucht und der (Geschäfts-)Partner ihres Manns ins (Liebes-)Spiel eingreift, scheinen das Chaos und das schlechte Ende vorhersehbar.
Ein Stummfilm von Ernst Lubitsch, der am Sandberg in einer restaurierten und viragierten Fassung gezeigt wird, eine Ehe-Posse mit überzeugenden Darstellern, die bereits alle Zutaten aufgreift, die später einmal den berühmten „Lubitsch-Touch“ ausmachen. Die Reihe wird noch bis Februar nächsten Jahres fortgesetzt, und es folgen in den nächsten Monaten z. T. völlig unbekannte Titel: „Das alte Gesetz“ von von Ewald André Dupont, Deutschland 1923; „Projekt des Ingenieurs Pright“, Russland 1918; „Nanuk der Eskimo“, USA 1921 und „True Heart Susie“, USA 1919. „Die Kompositionen von Alexander Kraut und seine musikalische Begleitung und Interpretation der Leinwandbilder sind immer wieder beeindruckende Kinoerlebnisse. Wir freuen uns auf Ihren Besuch“, so Kinoleiter Horst Conradt in der Ankündigung.
Der Stummfilm „Die Frau, nach der man sich sehnt“ aus dem Jahr 1929 mit Marlene Dietrich und Fritz Kortner in den Hauptrollen wird am Sonnabend, 20. April, um 19.30 Uhr mit Live-Musikbegleitung durch Alexander Kraut (Berlin) im Kino in der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz aufgeführt.
Der Industrielle Henri Leblanc steht kurz vor der Heirat in eine reiche Familie, um seine eigene Familie vor dem finanziellen Ruin zu bewahren. Auf einer Zugreise trifft er die geheimnisvolle Stascha und Dr. Karoff. Henri verliebt sich in Stascha, die bei ihm Schutz vor ihrem Begleiter sucht. Kurzerhand lässt Henri seinen ursprünglichen Plan sausen und flieht mit seiner neuen Liebe. Dabei unterschätzt er jedoch die Macht von Dr. Karoff. Am Silvesterabend in Cannes spitzt sich die Situation zu.
Der Film hat zur Vorlage den gleichnamigen Roman von Max Brod. Das Werk ist ein sorgfältig gestaltetes Stummfilmmelodram, in dem Marlene Dietrich neben dem genialischen Fritz Kortner erstmals in der Rolle der „femme fatale“ brilliert.