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Am Sonnabend, 18. Oktober, um 19.30 Uhr, wird in der Fabrik.Scheune neben der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz der vermutlich schönste österreichische Stummfilm – „Die Kleine Veronika“ von Robert Land zur Aufführung gebracht. Der Berliner Pianist Alexander Kraut wird den 1930 gedrehten Film am Flügel musikalisch begleiten.

Das Drehbuch zum Film hat der damals sehr bekannte Drehbuchautor Max Jungk geschrieben. Sein Enkel, der in Paris lebende Schriftsteller Peter Stephan Jungk, wird aus seinem noch unveröffentlichtem Buch über seinen Großvater lesen. Die Geschichte des Films dreht sich um Veronika, die in einem Tiroler Bergdorf lebt und deren Eltern kein Geld haben. So übernimmt die in der Hauptstadt lebende Tante die Kosten für die Firmung und lädt das Mädchen nach Wien ein. Sie reist also nach Wien, wo nicht nur beeindruckende Sehenswürdigkeiten auf sie warten, sondern auch die dunklen Seiten der Großstadt, denn, was niemand weiß, die Tante lebt in einem Bordell.

 Für das unschuldige, junge Mädchen entpuppen sich das zwielichtige Ambiente und ihre Kunden als große Gefahr. Im lange verschollen geglaubten und vom Filmarchiv Austria restaurierten Sittengemälde nach einer Novelle von Felix Salten gehen große Schauspielkunst und authentische Wien-Bilder – insbesondere aus dem Prater-Milieu – Hand in Hand.