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Die Osterfestspiele Schloss Rheinsberg gehen in ihre fünfte Ausgabe: Vom 17. bis 21. April 2025 steht unter dem Motto „Der Traum von Arkadien“ die Idealisierung des Schäferlebens in Kunst und Musik während der Aufklärung im Fokus. In unterschiedlichen Formaten – Musiktheater, Schauspiel und Konzert – beleuchten nationale und internationale Künstler sowie etablierte Ensembles die sogenannte Pastorale als Sehnsuchtsort. Das Festival der Musikkultur Rheinsberg gGmbH unter der künstlerischen Leitung von Prof. Georg Quander setzt seine programmatische Linie, den ehemaligen Musenhof der beiden preußischen Prinzen Friedrich und Heinrich in zeitgenössischen Interpretationen von Oper, Schauspiel und Konzert im Norden Brandenburgs wieder aufleben zu lassen, fort.
Im Zentrum des vielfältigen Programms steht eine Neuproduktion von Wolfgang Amadeus Mozarts „Der königliche Hirte“(„Il re pastore“, UA 1775 in Salzburg) – ein anrührendes, verspieltes Schäferspiel, in dem Liebe und Standhaftigkeit eines Prinzen über alle Widrigkeiten siegen: Aminta, der ein zufriedenes Schäfer-Dasein fristet und zunächst nichts von seinem königlichen Blute weiß, freut sich auf die Hochzeit mit seiner Geliebten Elisa. Doch eines Tages soll er den Thron besteigen und die Tochter des ehemaligen Tyrannen heiraten. Hinter diesen staatspolitischen Beziehungsmaßnahmen steckt Alexander der Große: Der will nach bestem Wissen und Gewissen so den Frieden sichern. Es entspinnt sich eine berührende Geschichte über Pflichterfüllung, Loyalität, Selbstbestimmung und persönliches Glück.
Mit seinem unermesslichen Melodienreichtum wird das Werk von Regisseur André Bücker (Intendant Staatstheater Augsburg) im Schlosstheater Rheinsberg neu befragt. Die gesamte Besetzung speist sich aus Preisträger*innen des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Unter der musikalischen Leitung von Florian Ludwig spielt die Kammerakademie Potsdam. Für Bühne und Kostüm zeichnet Imme Kachel verantwortlich. Die Aufführungen finden in italienischer Sprache und mit deutschen Übertiteln statt. (Premiere: Karfreitag 18.4, Zweitvorstellung: Ostersonntag 20.4.)
Selten aufgeführtes Stück des jungen Goethe
Mit „Die Laune des Verliebten“ aus der Feder des jungen Johann Wolfgang von Goethe am Karsamstag (19.4.) ist ein selten aufgeführtes Theaterstück zu erleben: Es gilt als eines der schönsten deutschen Schäferspiele, das von einer enormen sprachlichen Kraft getragen wird. Auch hier steht die Sehnsucht nach einem Dasein in einer heilen Welt im Mittelpunkt: Die schäferliche Glückswelt zweier Paare gerät durch Beziehungsirrungen und Eifersuchtsverwirrungen ins Wanken – in seiner Darstellung der Geschlechterverhältnisse und der Suche vierer junger Menschen nach einer utopischen, heilen Welt wirkt das Drama von 1779 überraschend modern. Die beiden Hauptrollen verkörpern die vielversprechenden Schauspieler Rebecca Kunikowski und Arne-Carlos Böttcher; Paul Polack sowie Countertenor Edu Rojas ergänzen das Ensemble. Es inszeniert der aufstrebende Berliner Regisseur Carlo Nevio Wilfart. Das Bühnenbild gestaltet Imme Kachel, die Kostüme Linda Tiebel.
Die lautmalerischen Naturschilderungen der Pastoralromantik geben auch im Matineekonzert „Der Traum von Arkadien – Szenen aus dem Leben der Hirten von Mozarts ‚Bastien und Bastienne‘ bis Schuberts ‚Der Hirt auf dem Felsen‘“ am Ostermontag (21.4.) den Ton an: Instrumentalisten der Barenboim-Said Akademie interpretieren gemeinsam mit dem Tenor Maximilian Vogler und Sopranistin Valérie Fleur Ryser – beide Preisträger des Gesangswettbewerbs – vom Arkadien-Topos inspirierte Musik. Ein kurzweiliges Programm mit Arien, Ensembles und Liedern aus dem 18. und 19. Jahrhundert – u.a. von Carl Maria von Weber und Giacomo Meyerbeer. Da darf auch Beethovens „Pastorale“ nicht fehlen, deren erster Satz in der legendären Klavierbearbeitung von Franz Liszt erklingt.
Passionsoratorium am Gründonnerstag
Zum Festspiel-Auftakt und zur österlichen Einstimmung erwartet die Besucher am Abend des Gründonnerstags (17.4.) die renommierte Lautten Compagney Berlin mit Carl Heinrich Grauns Passionsoratorium „Der Tod Jesu“. 1755 in Berlin uraufgeführt und rund 130 Jahre lang nahezu ununterbrochen zur Osterzeit auf den Spielplänen, wurde das Werk später von den Passionen Bachs verdrängt. Die Rheinsberger Wiederaufführung unter Dirigent Wolfgang Katschner möchte das Werk in der St. Laurentius Kirche neu beleuchten. Es singt der Kammerchor der Berliner Singakademie. Die Soloparts übernehmen die Sopranistin Sophie Bareis und der Bariton Vincent Wilke – beide Preisträger des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg – sowie der Tenor Berk Altan.
Der reguläre Vorverkauf beginnt am kommenden Montag, 21. Oktober, um 10 Uhr online auf der Website der Osterfestspiele Schloss Rheinsberg und an allen Reservix-Vorverkaufsstellen. Im Vorverkauf können zudem exklusive Oster-Pakete des Festspielprogramms vergünstigt erworben werden; ausschließlich telefonisch und per Mail bis zum 31. Januar 2025.
DAS KOMPLETTE FESTSPIELPROGRAMM
ZUM VORZUGSPREIS – 10% SPAREN
Osterkonzert + Oper + Schauspiel + Matinee
Inkl. Vorbuchungsrecht auf Schlossführung
und Osterspaziergang
I. Kategorie: 196 €
II. Kategorie 171 €
DREI VORSTELLUNGEN ZUM VORZUGSPREIS
Osterkonzert + Oper + Schauspiel ODER
Matinee + Oper + Schauspiel
I. Kategorie 158 €
II. Kategorie 135 €
DER TICKET-VORVERKAUF BEGINNT AM 21.10.2024 UM 10 UHR
Musikkultur Rheinsberg (Mo-Fr 10-15 Uhr)
Telefon: 033931 / 721 17
tickets@musikkultur-rheinsberg.de
Tourist-Information Rheinsberg
Telefon: 033931 / 34940
info@tourist-information-rheinsberg.de
Mehr Infos und Online-Buchung: www.osterfestspiele-schloss-rheinsberg.de
