Schlagwörter
Bank, Betrug, Kriminalität, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Telefon

Am 21. Juni wurde dem Polizeihauptrevier in Neustrelitz eine neue Betrugsmasche bekannt. In diesem Fall wurde eine 37-jährige Deutsche am Abend des Juni von einer ihr unbekannten Telefonnummer angerufen. Diesen Anruf nahm sie nicht entgegen und es folgte eine Textnachricht vom Absender „Commerzbank“, in der die Frau über einen anstehenden Telefonanruf informiert wurde.
Am Folgetag erhielt die 37-Jährige einen Anruf von einer angeblichen Mitarbeiterin der Commerzbank. Diese informierte sie über derzeitige Betrugsmaschen. Im Laufe des Gesprächs stellte sich heraus, dass die Anruferin bereits sämtliche Zugangsdaten für die Konten der Frau hatte. Während des Telefonats bat die Tatverdächtige darum, mehrere Buchungen, meist in Höhe von 5.000 Euro, vorzunehmen, um das Geld vor ukrainischen Betrügern zu schützen. Dazu sollte die Frau immer wieder Buchungsanfragen der Bankmitarbeiterin mit ihrer BankingApp bestätigen.
Das Gespräch wurde beendet und die 37-Jährige informierte sich bei ihrer Bank über die Rechtmäßigkeit dieser Handlung. Der Buchungsvorgang wurde vorübergehend gestoppt und das Konto gesperrt. Vom Konto der Dame fehlten am Ende 20.000 bis 25.000 Euro. Die Bank versucht, das Geld zurückzuerstatten. Eine Anzeige wegen Betrugs wurde aufgenommen.
In diesem Zusammenhang warnt die Polizei vor Telefonbetrug. „Solche und auch allgemeine Finanzgeschäfte werden von Geldinstituten weder über einen Anruf noch über Textnachrichten abgewickelt. Setzen Sie sich in solchen Fällen direkt mit ihrer Bank oder mit einem Ihnen vertrauten Mitarbeiter der Bank in Verbindung.“