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Brenn:werk, LEADER-Aktionsgruppe, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Projektbereisung, Wesenberg

Das alte Brennwerk in Wesenberg hat heute Nachmittag ein Stück „Rückeroberung“ erlebt. Den Begriff benutzte Bernhard Keller, Aufsichtsratsvorsitzender der brenn:werk eG, nachdem er über eine Kaffeetafel blickte. Die bog sich vor von Genossenschaftsmitgliedern gebackenem Kuchen und glänzte mit Sammeltassen, die der Genossenschaft nach einem von Strelitzius unterstützten Aufruf für das künftige Café von Spendern übereignet worden waren. Anlass des „Kränzchens“ war der Besuch der LEADER-Aktionsgruppe Mecklenburgische Seenplatte – Müritz, die im Rahmen einer Projektbereisung auch in Wesenberg vorbeigeschaut hat. Für die neue Halle im Brennwerk sind 200.000 Euro geflossen.
Adressen der Reisenden in der Woblitzstadt waren außerdem das Strandbad Weißer See, wo in der Steganlage und im neuen Sanitär- und Umkleidegebäude LEADER-Fördermittel stecken. Zuvor hatte sich die Gruppe bereits die Alte Feuerwehr Mirow angeschaut, die mit EU-Mitteln zum Bürgerbegegnungszentrum umgebaut wird, das Außenrevier der Johanniterkirche und den ebenfalls geförderten Spieleweg am Herrensteig. Die Gunst der Stunde wurde von Bürgermeister Henry Tesch genutzt, um den Förderern zusätzlich auch das Projekt ehemalige Grundschule vorzustellen, die Sitz der Schulwald-Akademie „Jost Reinhold“ des Carolinums werden soll.
Die Besucher zeigte sich beim Gang durch das alte Brennwerk in der Wesenberger Bahnhofstraße und vor allem bei der Besichtigung seiner neuen Halle beeindruckt von den Fortschritten, konnten aber zugleich ermessen, was für ein riesiger Haufen Arbeit noch vor den Genossenschaftsmitgliedern liegt und wie enorm der Finanzbedarf ist. Begehrte Gesprächspartner der Gäste waren neben Bernhard Keller die Vorstandsmitglieder der Genossenschaft und Architekt Wito Tröschel. Wie ich erfuhr, wird der Umzug der Lesestube vom Rathaus ins Brennwerk aktuell vorbereitet, während dort bei eingeschalteter Fußbodenheizung noch der Estrich trocknet und unter anderem Sanitäreinrichtungen und die Innentüren fehlen. Mitte Juli soll eingeräumt und zum 1. August der Betrieb der Lesestube aufgenommen werden. Nach den Sommerferien ist ein Eröffnungsfest geplant, wo Café und Biergarten beginnen zu arbeiten, wenn auch vielleicht noch nicht im vollen geplanten Umfang.
Drei Mal jährlich tritt die LEADER-Aktionsgruppe zusammen, um über Projektanträge zu befinden. Die können übrigens noch bis zum 30. Juni gestellt werden, wie mir Claudia Heise, die neue Regionalmanagerin sagte. Sie folgt Dagmar Wilisch auf dem Posten, die sich mit der Projektbereisung von der Funktion verabschiedet. Unter den Besuchern waren auch der Vorsitzende der Aktionsgruppe Matthias Schmidt und seine Stellvertreterin Karola Kahl. Die Gruppe hat rund 20 beschließende und fünf beratende Mitglieder.



