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Deutschlandweit nur im Landestheater Neustrelitz im Programm – Paul Hindemiths Oper NEUES VOM TAGE feiert am Sonnabend, 25. Mai, Premiere, und es gibt nur zwei weitere, exklusive Vorstellungen. Am Freitag, 31. Mai, und Sonnabend, 1. Juni.

Die in der Zeit der Weimarer Republik angesiedelte lustige Oper hat bis heute nichts an ihrer Aktualität verloren. Es ist ein farbiges, abwechslungsreiches und dynamisches Stück, das sich um den Scheidungswunsch von Laura und Eduard dreht. Das Ehepaar M. macht sie auf einen Scheidungsgrund, den „schönen Herrn Hermann“ aufmerksam, der angemietet werden kann. Durch zahlreiche Verwicklungen hindurch gerät ihre Geschichte in die Medien und wird aufwendig vermarktet. „Wir sind entleibt, gehören uns nicht selber, sind ein Bericht nur“ ist die Einsicht, welche die beiden Hauptfiguren schließlich ereilt.

Die Inszenierung von Annika Nitsch und ihrem Regieteam ist so spielerisch und mitreißend, wie das musikalische Panorama, das bis hin zu Jazz und Varieté-Musik die Geschichte der Oper selbst evoziert. Im Genre der Zeitoper werden alltägliche Probleme, Situationen und Orte aufgerufen. Paul Hindemith (1895–1963) und Marcellus Schiffer (1892–1932) haben einen „Scherz“ geschrieben, der Themen wie die Banalität der Ehe, die Bedeutung der Medien, die Rolle der Frau in der modernen Gesellschaft und die Alltäglichkeit städtischer Orte in den Mittelpunkt rückt. Zahlreiche musikalische Anklänge und Zitate kommentieren die Szene und eröffnen einen kritischen Blick auf die Gattung Oper selbst.

Es singen: Laura Albert, Robert Merwald, Alexander Geller, Andrés Felipe Orozco, Julia Baier-Tarasova, Ryszard Kalus, Andreas Hartig, Gabrielle Penney, Sungwoo Park. Außerdem dabei: Opernchor der TOG / Tanzhaus der Deutschen Tanzkompanie / Statisterie der TOG / Neubrandenburger Philharmonie

REGIETEAM

Musikalische Leitung: Daniel Klein
Inszenierung: Annika Nitsch
Bühnen- und Kostümbild: Monika Diensthuber
Chor: Joseph Feigl
Dramaturgie: M. Richter
Choreografie: Lenka Liebling

INZENIERUNG

Annika Nitsch inszenierte Opern wie „Moses’ Entscheidung“, „Der Zauberer von Oz“ und „Weiße Rose“ an Theatern und zu Opernfestspielen im deutschsprachigen Raum. Sie assistierte Regisseuren wie Thilo Rheinhardt, Thorleifur Örn Arnasson, Yona Kim, Peter Konwitschny, Aron Stiehl und Jan Philipp Gloger. Als Regieassistentin ist sie seit der Spielzeit 2014/15 am Staatstheater Nürnberg engagiert. Sie studierte Musikwissenschaft, Ältere und Neuere Literaturwissenschaft und Sprachwissenschaft an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.

BÜHNEN- UND KOSTÜMBILD

Monika Diensthuber war als Ausstatterin für Produktionen u.a. der Hamburgischen Staatsoper, des Deutschen Schauspielhauses und des Schauspiels Essen tätig. Sie studierte Szenographie an der Akademie der bildenden Künste in Wien und Architektur an der HafenCity Universität Hamburg. Sie gewann gemeinsam mit Tine Topoe den 1. Preis des Opernwettbewerbes „Opera Divertimento“ der Krakauer Oper und des Sinfonieorchesters Trondheim für das Regie- und Ausstattungskonzept von „Mefistofele“. Seit 2014 ist sie außerdem als Architektin tätig.

Kartenwünsche für die Premiere oder andere Vorstellungstermine unter 03981 20 64 00 und 0395 569 98 32 oder Ticket einfach online buchen unter

https://tog.de.