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Gruppenbild zur Erinnerung, Zweiter von rechts Ralf Milbredt.

Von Montag bis zum heutigen Sonnabend hatte das Tanzhaus der Deutschen Tanzkompanie Neustrelitz französische Gäste aus der Stadt L’Isle-sur-la-Sorgue zu Gast, um mit ihnen Workshops zu gestalten, die tänzerische und spielerische Elemente beinhalteten. Der deutsch-französische Jugendaustausch stand unter dem Motto „Respekt gegenüber anderen Menschen und der Umwelt“. Tanz und Theater bieten jungen Menschen auf vielfältiger Weise Möglichkeiten, aufeinander zuzugehen und sich näher kennenzulernen.

Die Mitglieder des Neustrelitzer Vereins StädteBANDE e.V. haben zusammen mit Camille Naulet vom Landesjugendring-MV und dem Tanzhaus der Deutschen Tanzkompanie in Neustrelitz dieses Projekt organisiert. Gefördert wurde es vom Deutsch-Französischen Jugendwerk. „Dieses Projekt ist ein voller Erfolg, denn die Jugendlichen lernten es, Sprachbarrieren zu überwinden, um sich somit von Tag zu Tag besser zu verstehen“, so Ralf Milbredt, Vorstandsvorsitzender des Vereins StädteBANDE e.V.. Lenka Liebling, Leiterin des Tanzhauses der Deutschen Tanzkompanie, gelang es, die Jugendlichen tänzerisch zusammenzuführen, wobei Smail Takhedmit als Betreuer der französischen Gäste mehr ein „Handeln ohne Worte“ bevorzugte.

Zahlreiche Zuschauer waren während der Abschlussveranstaltung am Freitag von den Darbietungen der Jugendlichen und ihrem selbstsicheren Auftreten stark beeindruckt. Um die Sprachkenntnisse zu erweitern, gab es täglich eine Stunde lang Sprachanimation. Fabian Erban aus Berlin und Marie Chiotti aus Paris leisteten als Dolmetscher und Tanzpädagogen hervorragende Arbeit. Dabei musste auf spielerische Art und Weise bewiesen werden, dass man in der Lage ist, vom Gegenüber skizzierte Begriffe in Bewegungen umzusetzen. Dass ermöglichte den Schülern, ihre Reserviertheit abzulegen und die fremde Sprache und Kultur schneller zu erlernen. Tanz und Theater beeinflussen hierbei äußerst effektiv, wie sich erwies.

Außerdem bestritten die gemischten Schülergruppen, die in der Jugendherberge Mirow bestens untergebracht waren, eine Stadtführung durch Neustrelitz und besuchten die Bundeshauptstadt Berlin. Dabei konnten sich die jungen Franzosen und ihre Gatgeber mit der Geschichte Deutschlands beschäftigen. Gemeinsam schaute man sich unter anderem das Weltmuseum, den Berliner Dom, den Checkpoint Charlie, das Theater unter den Linden an und besuchten ein Konzert der Berliner Philharmonie.

Abgerundet wurde der deutsch-französische Jugendaustausch mit dem Besuch der Aufführung „Labor: Tradition trifft Moderne“ (Berichterstattung folgt) am Freitagabend im Ballettsaal der Deutschen Tanzkompanie. Somit ging mit der heutigen Abreise der Franzosen eine Projektwoche zu Ende, die sich nicht zu verstecken braucht, da sind sich alle Beteiligten einig. 2025 werden die deutschen Schüler dann in der französischen Stadt L’Isle-sur-la-Sorgue erwartet.

Smail Takhedmit, der Betreuer der jungen Franzosen.