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Ausbau, B96, Bündnis 90/Die Grünen, Mecklenburg-Strelitz, Neubrandenburg, Neustrelitz, Verkehrszählung
Vom 16. bis 22. April wird an insgesamt 40 Zählstellen entlang der Bundesstraße 96 zwischen der Landesgrenze Brandenburg und der Stadt Neubrandenburg eine Verkehrszählung durchgeführt. Für eine verlässliche Messung kommt dabei Video- und Bluetooth-Technik zum Einsatz (Strelitzius berichtete). Doch der Zeitraum scheint nicht gerade gut gewählt. „Aktuell ist zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Pendler, die auf diesem Teilstück üblicherweise mit dem Zug zur Arbeit fahren, nutzen momentan eher ihr Privatfahrzeug“, erklärt Jutta Wegner (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN), Mitglied der grünen Stadtfraktion Neubrandenburg und mobilitätspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion.
Die Verkehrszählung soll Rückschlüsse auf das Verkehrsaufkommen zulassen und zur Planung des B96-Ausbaus herangezogen werden. Die Ergebnisse der Verkehrszählung würden jedoch aufgrund des Schienenersatzverkehrs (SEV) nicht zeigen können, wie intensiv die B96 zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz tatsächlich täglich mit PKW genutzt wird.
Dr. Rainer Kirchhefer, Fraktionsvorsitzender der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Stadtvertretung Neubrandenburg, ergänzt „Einen ungünstigeren Zeitpunkt als während eines längerfristigen Schienenersatzverkehrs kann man eigentlich nicht wählen. Es steht zu vermuten, dass die Straßenbauverwaltung über diesen Umstand gar nicht informiert war. Wir fordern deshalb, dass nach Abschluss der Bauarbeiten auf der Bahnstrecke eine Kontrollzählung erfolgt, um zu realistischen Zahlen zu kommen. Der Eindruck, hier würden unrealistisch hohe Zahlen produziert, darf nicht stehen bleiben.
„Wir setzen uns seit vielen Jahren mit dem Aktionsbündnis „B 96 Ausbau – So nicht“ für einen maßvollen Ausbau der B96 ein“, fügt die Landtagsabgeordnete Wegner hinzu. „Unser Vorschlag eines maßvollen Ausbaus mit Überholmöglichkeiten entlang der bisherigen Straßenführung scheint mir dem Bedarf und der Situation angemessen, Rechtfertigungen für einen überdimensionierten Ausbau scheinen mir nicht notwendig. In der Vergangenheit wurde bereits mehrfach der Versuch unternommen, die hohen Ausbaukosten mit einer minimalen Zeitersparnis von drei Minuten zu rechtfertigen. Nun soll augenscheinlich gezeigt werden, dass das Verkehrsaufkommen den Ausbau notwendig macht, obwohl die Zählung nicht verlässlich ist“.

Dann sollte die Zählung während der Sommermonate und Ferienzeit erfolgen. Was mir fehlt, ist ein einziges Wort zu einer Umgehungsstraße für Fürstenberg. Obwohl die Grünen in der Regierung sitzen, haben sie bisher nichts getan, um die Umgehungsstraße voranzutreiben. Die BI bekommt da wenig Unterstützung.