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Thomas Reinke (vorn links) auf der Strecke.

Bereits zum vierten Mal hat Thomas Reinke, Chef vom Bike-Team Neustrelitz, am Ötztaler Radmarathon teilgenommen. Wer die Strecke über 238 Kilometer und 5.500 Höhenmeter bewältigt, kann sich mit Fug und Recht als Zweirad-Held fühlen. Vier Alpenpässe und 66 Serpentinen, Steigungen bis zu 18 Prozent, sind zu bewältigen. Jährlich bewerben sich rund 15.000 Radsportamateure um die begehrten 4.000 Startplätze, die im Losverfahren vergeben werden.

Nach neun Stunden und 58 Minuten hatte der Neustrelitzer den „Ötzi“ 2022 im Ziel in Sölden hinter sich, erschöpft, aber auch glücklich. „Ich habe mir die Seele aus dem Leib geschrien und war am nächsten Tag prompt heiser, während Thomas, eben noch völlig am Anschlag bei der letzten Quälerei am Timmelsjoch, bei der Abfahrt wieder dieses Dauergrinsen im Gesicht hatte“, so Ehefrau Kathrin Reinke, die ihren Mann nach Österreich begleitet, das Rennen am Fernseher im Hotel live verfolgt und ihren Helden natürlich an der Ziellinie empfangen hat. „Spätestens bei der Zwischenzeit am Brenner habe ich gewusst, dass mein Mann in Topform ist. Und irgendwann fiel mir auch ein, wie Udo Bölts Jan Ullrich bei der Tour de France angefeuert hatte: ‚Quäl dich, du Sau‘.“