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In der Auseinandersetzung um die Errichtung eines privaten Bahnübergangs bei Groß Quassow (Strelitzius berichtete) verschärft sich der Ton. „Ich empfinde es als Frechheit, uns vorzuwerfen, dass Belange des ‚öffentlichen Eisenbahninfrastrukturunternehmens ignoriert‘ wurden, wenn Sie Belange der betroffenen Gemeinde ausblenden“, schreibt Axel Malonek, Amtsvorsteher Neustrelitz-Land, in dieser Woche an die Regio Infra Nord-Ost GmbH & Co. KG (RIN) als Betreiber der Bahnstrecke zwischen Neustrelitz und Mirow. „Bis dato wurde und wird die Gemeinde Userin nicht beteiligt, sondern zum
Statisten Ihrer privat initiierten Schaffung einer Gefahrenquelle degradiert“, wird dem Unternehmen in dem Strelitzius vorliegenden Schreiben vorgeworfen.

Von einer Errichtung des privaten Bahnübergangs rate er zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehr ab, so Malonek weiter, da es abgesehen von der ausstehenden ordentlichen Beteiligung der Anlieger diverse Einlassungen gebe, die das Vorhaben in Frage stellen. „Unterlassen Sie es bitte, uns als Gemeinde Userin vor vollendete Tatsachen zu stellen und begegnen Sie uns auf Augenhöhe, was Ihnen offensichtlich schwer fällt.“ Der Amtsvorsteher und Bürgermeister von Userin fordert die RIN abschließend dazu auf, die in deren Argumentation angeführte Genehmigung seitens der
Landeseisenbahnaufsicht MV nachzuweisen.

Malonek hat sich inzwischen selbst an die Landesaufsichtsbehörde gewandt und noch einmal alle Argumente der Gemeinde gegen das Projekt aufgelistet. Dabei werden die Sicherheitsrisiken hervorgehoben. Der Kommunalpolitiker regt an, den Bescheid zugunsten des Antragstellers aufzuheben, sollte dieser ergangen sein.