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Das Regieteam:: Sarah Rolke, Roy Spahn, Marc Adam und Pascale-Sabine Chevroton (von links).

Große Oper in diesem Sommer auf dem Schlossberg Neustrelitz: Die Theater und Orchester GmbH bringt „Carmen“ von Georges Bizet auf die Freilichtbühne. Zwischen dem 1. und dem 23. Juli sind 13 Vorstellungen geplant. Wie Intendant und Operndirektor Sven Müller heute Nachmittag auf einer Pressekonferenz im Landestheater mitteilte, wird bei den diesjährigen Festspielen zunächst coronabedingt von einer 50-prozentigen Auslastungsmöglichkeit der Platzkapazität ausgegangen. „Davon wären wiederum bereits 50 Prozent der Tickets verkauft. Wir gehen aber optimistisch davon aus, dass es bis zum Sommer weitere Lockerungen geben wird und wir damit auch mehr Karten anbieten können als derzeit. Experten bestärken uns in dieser Annahme“, so der Intendant. Er freue sich auf eine Oper voller bekannter Melodien und mit allen Möglichkeiten für den Regisseur.

Das Bühnenbild

Die Inszenierung obliegt dem Franzosen Marc Adam. Er führte die Medienvertreter in die Geschichte der Oper „Carmen“ ein, die auf der gleichnamigen gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée fußt. Die Oper sei auch knapp 150 Jahre nach ihrer Uraufführung noch immer die meistgespielte auf der Welt und stelle doch für jeden Regisseur eine Herausforderung dar. Adam hat bereits zwei aus seiner Sicht sehr gute Inszenierungen auf dem Neustrelitzer Schlossberg miterlebt, und deshalb habe ihn die aktuelle Aufgabe besonders gereizt. Gemeinsam mit seinem Regieteam habe er „Carmen“ in das Spanien der 30-er Jahre, also in die Zeit des Bürgerkriegs verlegt.

Die musikalische Leitung hat Daniel Klein. Er schwärmte von „Carmen“ als einer Oper, für die sich Bizet das Beste von allen Komponisten seiner Zeit „herausgepickt und das dann vollendet“ habe. „Carmen“ sei „total eingängig und kurzweilig, jede Nummer darin ist gut, es gibt keine Durchhänger“, machte Klein Appetit auf die Festspiele dieses Jahres im Schlossgarten mit der Neubrandenburger Philharmonie und der Deutschen Tanzkompanie in bewährtem Zusammenwirken.

Drehbare Tribünen und ein dominierender Spieß

Für das vom Stierkampf inspirierte multiple Bühnenbild zeichnet Roy Spahn verantwortlich. Es wird von einem Spieß dominiert, der gleichermaßen für den Tod wie für einen Liebespfeil steht. Der Hintergrund ist dem Tor nachempfunden, hinter dem die Stiere auf ihren Einlass warten, die Tribünen der Arena sind drehbar und ermöglichen genialerweise vier weitere Bühnenbilder. Die Kostümbildnerin ist Sarah Rolke, für die Choreografie steht Pascale-Sabine Chevroton. Beide Damen traten ebenfalls kurz vor den Journalisten auf. Mitglieder des Opernchores sowie Laura Scherwitzel und Sebastian Naglatzki als Solisten umrahmten die Pressekonferenz musikalisch und sorgten für Vorfreude auf den Festspielsommer.

Laura Scherwitzel, begleitet von Daniel Klein.
Sebastian Naglatzki mit Herren des Opernchores.
Damen des Opernchores, dirigiert von Daniel Klein.