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100 Jahre Landesverfassung in Mecklenburg-Strelitz ist das Thema für eine Kabinettausstellung im Kulturquartier in der Neustrelitzer Schlossstraße. Die Ausstellung ist vom heutigen Montag bis zum 3. März täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen.

Die Ausstellung veranschaulicht anhand von Zeitungsberichten und Dokumenten die Übergangsphase der Landesregierung von der Monarchie zur Republik. Sie thematisiert die Wahl, Konstitution und Arbeit der verfassungsgebenden Versammlung im Dezember 1918, die Vorlage von Entwürfen für die Verfassung bis hin zum Inkrafttreten des Landesgrundgesetzes zum 1. Februar 1919. Die erste demokratische Landesverfassung in der Deutschen Republik garantiert den Einwohnern des Landes Mecklenburg-Strelitz die Einführung des allgemeinen Wahlrechts aller Personen beiderlei Geschlechts. Die Verhandlungen des Landtages sind öffentlich.

Nach den Grundsätzen der örtlichen Verwaltung werden die bis heute gültigen Richtlinien für die selbständige Verwaltung der Städte und Gemeinden festgeschrieben. Damit entfällt zugunsten der Gemeinden die bis dahin den ritterschaftlichen Gütern zugesprochene Selbstverwaltung, Gerichtsbarkeit und die Hoheit über das Schulwesen. Die Bindung von Staat und Kirche wird aufgehoben. Für den Bürger des Freistaates Mecklenburg-Strelitz herrscht seit dem 1. Februar 1919 in der Ausübung von Religion die „Glaubens- und Gewissensfreiheit“.