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Fotos: Wirtschaftsförderung MSE

Gähnende Leere vor dem Schliemann-Museum in Ankershagen: Zu Wochenbeginn ist gut 22 Jahre nach seiner Errichtung der hölzerne Nachbau des Trojanischen Pferdes demontiert worden. Der Zahn der Zeit hatte der Attraktion mächtig zugesetzt, wie die Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte in einer Pressemitteilung erläutert. Sechs Meter hoch und zehn Meter lang, hatte die nach gemeinsamen Entwürfen des Bildhauers Walther Preik und des ehemaligen Museumsleiters, Dr. Wilfried Bölke, gebaute Skulptur die Blicke auf sich und die Besucher ins Museum gezogen. Nun war Abriss angesagt.

Ein Einbruch bei den Touristenzahlen steht aber nicht zu befürchten. Wie die Wirtschaftsförderer informieren, wird das Pferd nach den alten Plänen – im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Museums und der Dauerausstellung zum Leben und Wirken Heinrich Schliemanns – für rund 93 000 Euro neu gebaut. 58 300 Euro davon stammen aus EU- Förderung (ELER und LEADER) und von der Jost-Reinhold-Stiftung. Zusammen mit einem archäologischen Spielplatz, soll das hölzerne Wahrzeichen pünktlich zur Neueröffnung des Hauses ab dem 1. Juni wieder große und kleine Besucher in seinen Bann ziehen.