Schlagwörter

, ,

Djibril N’Diaye hat zwar den Ehrentreffer für die TSG Neustrelitz erzielt. Auf dem Schuh hatte „Dieter“ aber mehr Tore.

Die Oberligisten der TSG Neustrelitz haben heute ein Debakel erlebt. Beim Kellerkind Brandenburger SC Süd 05 hieß es nach Abpfiff 2:7 (1:3).  Den einzigen Treffer für die Elf von Tomasz Grzegorczyk erzielte Djibril N’Diaye per Konter in der 78. Minute. Da standen für die Neustrelitzer nur noch neun Spieler auf dem Rasen, nachdem völlig unnötig Keeper Felix Junghan geradezu provozierend in der 49. Minute und Maciej Liskiewicz in der 57. Minute Gelb-Rot kassiert hatten. Für das erste Tor zu Gunsten der Gäste sorgten die Platzherren in der 22. Minute selbst.

Die Defensive der TSG, zuletzt eigentlich verlässlich, hatte sich nach erforderlichem Umbau bereits in der Startphase als anfällig erwiesen. Schnell waren die gut eingestellten Brandenburger durch Tore in der 12. und in der 17. Minute in Führung gegangen. Nach dem Eigentor führte ein Strafstoß zu Gunsten der Brandenburger zum Halbzeitstand. Kurz zuvor hatte Djibril N’Diaye gleich zwei Mal die Chance zum Ausgleich, aber auch das leere Gehäuse war offenbar nicht groß genug für „Dieter“. 

Die beiden Platzverweise machten dann alle Versuche zunichte, die Partie nach klaren Worten von Coach Grzegorczyk in der Kabine noch herumzureißen. Während die dezimierten Neustrelitzer kaum noch eine Chance nach vorn hatten, profitierten die Platzherren von der Überzahl und schossen die Residenzstadtkicker mit Treffern in der 70, 74. 82. und 89. Minute regelrecht vom Platz.

Coach Tomasz Grzegorczyk ist nach dem 2:7  bitter enttäuscht. 

„Natürlich ist das Ergebnis viel zu hoch ausgefallen. Wir haben uns bei allen Bemühungen einfach zu viele Fehler erlaubt und uns nicht clever verhalten“, ärgerte sich Coach Grzegorczyk nach der Pleite. „Natürlich sind wir alle enttäuscht, beim Stand von 1:3 zur Pause war ja noch alles drin.“

Mit dem verbliebenen Kader werde es schwer, am kommenden Sonntag, den 2. Dezember,  im Heimspiel gegen die favorisierten Herthaner aus Zehlendorf zu bestehen. Der Trainer muss auf fünf Stammspieler verzichten, darunter Schlussmann Felix Junghan, ein echter Rückhalt der Mannschaft. Ein Punkt wäre gegen die Berliner schon ein Erfolg. Die TSG Neustrelitz, die eigentlich oben mitspielen will, befindet sich nach der fetten Niederlage gegen die Brandenburger jetzt auf Rang 7.