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Ich bin mal wieder ein bisschen spät dran mit meinem Wochenendrezept. Aber der Abschied vom Hochsommer hat uns heute noch mal stundenlang ins Freie getrieben, erst um 15 Uhr wurde die Strelitzius-Küche angeworfen. Dank der Gurkenschwemme aus dem Garten meiner Blogfreundin Marlies Krieger habe ich mich diesmal in den Spreewald begeben. Alles Quatsch, aber mein Schmorgurkenrezept stammt in der Tat aus der Niederlausitz.

Ein paar Zeilen zu den Buletten, die ich uns ganz klassisch zum Gemüse und den Salzkartoffeln gegönnt habe. Stammleser wissen ja bereits, dass ich ausschließlich Rinderhack verarbeite. Zu den üblichen Bulettenzutaten Zwiebelwürfel, Pfeffer, Salz, zwei Eier, drei Esslöffel Semmelmehl kommen bei mir vier bis fünf durchgedrückte Knobizehen und drei Esslöffel Parmesan sowie ein halbes Bund kleingehackte Blattpetersilie auf 750 Gramm Fleisch. Der Rest der Petersilie kommt an die Tüften. Und Bulette ohne ein paar finale Spritzer Worcestersauce geht gar nicht.

Die Lausitz wird nicht umsonst salopp als „Gurkenland“ bezeichnet. In der Oberlausitz, ich hatte da mal eine Freundin, ein Stück südlich vom Spreewald wird Gurke sogar mit mehreren „R“ gesprochen. Und man bezeichnet laue Sommernächte als Gurrrrkennächtl, weil die Gurken dann wohl besonders gut wachsen.  Jedenfalls wissen die Lausitzer, wie man aus dem Gemüse alles herauskitzeln kann.

Ich habe ein Kilo Gurken halbiert, mit einem Teelöffel ausgeschabt und in mundgerechte Stücke geschnitten. Dann habe ich 75 Gramm Schinkenwürfel und eine kleingehackte Zwiebel in Butter angebraten. Die Gurkenstückchen durften rund 20 Minuten bei geschlossenem Pfannendeckel und sanfter Hitze mitbraten. Kleingeschnittenen Tomaten habe ich kurz vor ultimo dazu gegeben.

In einer Kasserolle wurde in etwas Butter ein Teelöffel Zucker und ein Esslöffel Mehl gebräunt und mit 250 Millilitern Fleischbrühe abgelöscht. Salz, Pfeffer und ein paar Spritzer Essig runden die Geschichte ab, das Ganze über das Gemüse geben und mit einem halben Bund kleingehacktem Dill abstreuen. Gut durchrühren, bei minimaler Hitze noch ein bisschen durchziehen lassen und dann zu den Kartoffeln und den Buletten auf den Teller bringen. Da werden Erinnerungen an Kindheit und Jugend wach, Schmorgurken schmecken ewiglich! Und ein Bier dazu. Guten Appetit!

Noch ein bisschen Werbung für die Spreewälder. Wir leisten uns jeden Morgen drei bis vier Teelöffel kaltgepresstes Leinöl aus der Familienmühle Ballaschk Burg/Cottbus. Einfach unter den Joghurt mischen und Omega-3-gesättigt in den Tag starten. Kostet nicht die Welt, und wir schwören drauf.

www.burger-leinoel.de