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Freistoßspezialist Philip Luksik, hier in einem früheren Spiel, traf auch diesmal ins Netz. Das war nicht genug.

Die TSG-Neustrelitz hat sich im ersten MV-Derby der Oberligasaison am Abend auf dem Jahnsportplatz in Wismar leistungsgerecht mit 1:1 (0:0) von der gastgebenden Anker-Elf getrennt und damit jetzt vier Punkte auf dem Konto. Die Hansestäder bleiben in der Tabelle einen Zähler vor den Residenzstädtern. Das zwischenzeitliche Führungstor für die Mannschaft von Coach Tomasz Grzegorczyk schoss Filip Luksik (55.).

Die erste Hälfte ist kaum eine Zeile wert. Wismar hat eine Großchance, Przemyslaw Lagiewczyk kratzt den Ball in der 36. Minute von der Linie. Die Gastgeber mit gelichtetem Anker von Beginn an auf Kurs, die Gäste müssen nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Nils Röth und Francesco Petrovic in der heutigen Aufstellung erst zu sich finden.

Kapitän Filip Luksik lieferte nach dem Seitenwechsel dann in der 48. Minute einen seiner gefüchteten Freistöße ab, aber der Anker-Keeper klärte stark. In der 55. Minute legte sich Luksik erneut den Ball zurecht. Und diesmal schlenzte er das Leder aus 18 Metern zwischen die Pfosten des Gehäuses der Wismaraner. Die bleiben kreuzgefährlich. In der 70. Minute kann TSG-Schlussmann Felix Junghan gegen einen völlig frei stehenden Anker-Angreifer parieren, der Nachschuss wird zum Glück versemmelt.

In der 90. Minute zeigt sich dann, dass die TSG, wie so oft schon in der Regionalliga, einen knappen Vorsprung nicht bis ins Ziel bringen kann. Ein Freistoß der Gastgeber, der hätte nicht gegeben werden dürfen, landet genau auf dem Kopf von Sahid Wahab, der das bittere 1:1 markiert. Wer ist die Nummer 2 nach Hansa Rosock im Land? Die TSG Neustrelitz momentan eher nicht. Da sind die beiden Fußballlehrer weiter gefragt.

Wie mir mein Blogpartner, Cotrainer Robert Gerhardt, nach Abpfiff sagte, habe sich bewahrheitet, dass es sehr unangenehm sei, in Wismar zu spielen. Das würden nachfolgende Mannschaften auch noch zu spüren bekommen. Die TSG müsse als Absteiger einfach damit klar kommen, in jeder Begegnung wie auch diesmal gejagt zu werden. Das habe die Wismaraner Elf gut gemacht. „Wir hatten trotz etlicher Chancen wieder viele unnötige Ballverluste und haben den letzten Pass oft nicht  genügend präzise gespielt.“

Am kommenden Freitag, den 31. August, kommt es im Neustrelitzer Parkstadion zu einem weiteren MV-internen Kräftemessen. Dann empfängt die TSG um 19 Uhr den Malchower SV. TSG-Sturmspitze Djibril N’Diaye, heute eher stumpf, spielt gegen seinen alten Verein.