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Stellten sich in Neubrandenburg in den Dienst der guten Sache: Harry Glawe, Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost, Jimmy Hartwig, Prof. Andreas Crusius, Silvio Witt und Fridjof Matuszewski (von links). 

Darmkrebs und die Möglichkeiten der Vorsorge sind für viele Menschen immer noch ein Tabuthema. Mit diesem Image wollten die Ärztekammer MV, die AOK Nordost, das Institut für Anatomie der Universitätsmedizin Rostock und der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte am heutigen Mittwoch in Neubrandenburg aufräumen. Unter dem Motto „Gesundheit geht durch den Darm“ machte Europas größtes Darmmodell (Strelitzius berichtete) Station auf dem Marktplatz der Viertorestadt.

Mit Gesundheitsminister Harry Glawe als Schirmherr der Aktion sowie Landrat Heiko Kärger (beide CDU) und Oberbürgermeister Silvio Witt hatte sich auch Politprominenz zur Unterstützung eingefunden. Zudem stellte sich Ex-Fußballprofi Jimmy Hartwig in den Dienst der Sache.

Am Beispiel eines riesigen, begehbaren Modells der Felix-Burda-Stiftung informierten medizinische Experten alle Interessierten, darunter ganze Schulklassen, über den Aufbau des Hochleistungsorgans, Ursachen für die Entstehung von Darmkrebs und über die unbegründeten Sorgen vor einer Darmspiegelung.

„Darmkrebs ist die zweithäufigste Tumorerkrankung in Deutschland. Es gibt jährlich ca. 62 000 Erkrankungsfälle bei uns, von denen etwa 50 000 allein durch Darmspiegelungen vermeidbar wären. Darüber wollen wir die Bevölkerung mit unserer gemeinsamen Aktion aufklären und so zu ihrem Schutz und ihrer Gesundheit beitragen“, so Prof. Andreas Crusius, Präsident der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern.

Der Gynäkologe Fridjof Matuszewski, Vorsitzender des Präventionsausschusses der Ärztekammer, pflichtet ihm bei: „Bei der Prävention von Darmkrebserkrankungen kann man durch Vorsorgeuntersuchungen ohne gesundheitliche Risiken viel erreichen. Wird der Tumor früh erkannt, sind die Chancen auf Heilung hervorragend. Daher sollte jeder Mensch spätestens ab dem Alter von 45 zur Darmkrebsvorsorge gehen.“

Die Aufklärungsaktion in Neubrandenburg war zugleich Auftakt der gemeinsamen Informationstour der Partner durch mehrere Städte des Landes. Nächste Stationen sind am 7. September Hagenow, am 8. September Parchim und am 19. September Demmin. Im vergangenen Jahr war das riesige Darmmodell auch in der Neustrelitzer Stadtmitte aufgebaut worden.