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Die TSG Neustrelitz in Blau war die spielbestimmende Mannschaft. Torchancen waren allerdings gegen die routinierten Gäste Mangelware.

Eine Lehrstunde in Sachen Effektivität hat die TSG Neustrelitz heute im heimischen Parkstadion erhalten. Im Oberliga-Duell gegen Lichtenberg 47 reichten den abgezockten Berlinern zwei Chancen, um mit 2:0 (1:0) vom Platz zu gehen. Bereits in der 5. Minute waren die Gäste in Führung gegangen, da sortierte sich die Neustrelitzer Abwehr noch und wies erschreckende Lücken auf, in die die Lichtenberger eiskalt stießen.

Wieder mal Endstation beim Lichtenberger Keeper Rösch.

Über einen von Schiedsrichter Felix Burghardt aus Premnitz in der 15. Minute nicht gegebenen Elfmeter nach Foul an Francesco Petrovic lässt sich trefflich philosophieren. Dafür blieb auch in der 64. Minute der Pfiff aus, als ein Lichtenberger Angreifer in aussichtsreicher Position direkt an der Neustrelitzer Torlinie von den Beinen geholt wurde und die ihm zugedachte Flanke so unverwertet durch den Torraum von Keeper Felix Junghan strich. Ausgleichende Gerechtigkeit, Schwamm drüber!

Die TSG die über weite Strecken spielbestimmende Mannschaft, erarbeitete sich eine Reihe von Möglichkeiten, traf aber auf eine sicher stehende Gästeabwehr und einen fehlerfrei spielenden Lichtenberger Schlussmann Patrick Rösch. In der 20. Minute hatte Kürsat Mahmut Cicek den Ausgleich auf dem Schuh, Glanzparade von Rösch. In der 65. Minute fiel das 0:2. Die im Kader gegenüber der vergangenen Saison kaum veränderten Lichtenberger spielen hier ihre ganze Routine aus. Gegen den satten Schuss in die kurze Ecke aus Nahdistanz hatte  Junghan keine Möglichkeit.

Kein Durchkommen für Djabril N’Diaye.

Fast im Gegenzug scheiterte TSG-Sturmspitze Djabril N’Diaye am Lichtenberger Torwart. Jannes Harsch und Filip Luksik versuchten es noch mit Distanzschüssen, ohne zur Resultatsverbesserung beizutragen. In der Schlussphase wurde das Spiel hitzig, es wurden zum Glück nur Gelbe Karten verteilt.

Schlussansprache von Tomasz Grzegorczyk.

In der Schlussansprache von Coach Tomasz Grzegorczyk wurde dann auch die mangelnde Effektivität kurz thematisiert. Ansonsten versuchte der Trainer, obwohl nicht zufrieden, seine Jungs gleich wieder aufzurichten. „Wir sind noch im Aufbau. Wir siegen zusammen, und wir verlieren zusammen“, sagte er. „Jetzt konzentrieren wir uns auf das Pokalspiel in Stavenhagen.“ Mit Verweis auf die mit rund 450 Zuschauern schon wieder besser gefüllten Ränge im Parkstadion forderte er seine Spieler auf, auch weiter alles für den Verein zu geben. Es sei offensichtlich, dass die Fans hinter der Mannschaft stehen und an sie glauben.

Ich habe noch kurz mit TSG-Präsident Hauke Runge gesprochen. „Lichtenberg 47 hat den Beweis angetreten, dass Mühe und überwiegender Ballbesitz nicht reichen. Unserem Team ist es nicht gelungen, aus der optischen Überlegenheit auch die entsprechenden Chancen zu erarbeiten und in Tore umzumünzen.“

Am kommenden Freitag um 18.30 Uhr trifft die Elf von Tomasz Grzegorczyk in der ersten Runde des Landespokals in Stavenhagen auf die Kickers JuS. Strelitzius berichtet natürlich unmittelbar nach Abpfiff.

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Blohm