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Der heutigen Ausstellungseröffnung wäre noch mehr Publikum zu wünschen gewesen.

Die bemerkenswerte Ausstellung von Kunstwerken australischer Ureinwohner „Pila Nguruku Kapi Walkatjara – Painted Waters of Spinifex Country“ ist am Sonnabend im Skulpturenpark am Weißen See in Wesenberg noch einmal offiziell eröffnet worden. Die einzigartigen Arbeiten der Spinifex People, von denen einige erst 1986 das erste Mal Kontakt mit der Welt der Weißen hatten und die auf ihrem Land britische Atombombenversuche erleben mussten, sind bereits seit Mai am Weißen See zu sehen. Die Spinifex-Kunst hat ihren Ursprung in Verhandlungen über Landrechte. Die Aborigines dokumentierten über 500 ihrer heiligen Stätten anhand von Gemälden und konnten so 55 000 Quadratkilometer ihres Landes zurückgewinnen. Bis zum 28. Oktober können sich Besucher noch dieses seltene, ja unglaubliche Kunsterlebnis verschaffen, zumal momentan noch zwei weitere Ausstellungen australischer indigener Kunst hier erlebt werden können.

Robyn Kelch vor einem Gemeinschaftswerk von Spinifex-Frauen.

In die Schau des Spinifex Arts Projects führte Robyn Kelch von der Galerie Artkelch aus Freiburg ein. Die Galerie war von David Ng und Peter Thompson, den Vätern des Skulpturenparkes, als langfristiger Ausstellungspartner für indigene australische Kunst gewonnen worden. „Wir haben spontan zugesagt. Nicht in erster Linie, weil wir an diesem entlegenen Ort in Mecklenburg-Vorpommern außerordentliche Verkaufschancen erwarteten, sondern weil wir die beiden – zwei interessante und überaus liebenswerte Persönlichkeiten – in ihrem wunderbaren Vorhaben unterstützen wollten“, so Kuratorin Robyn Kelch.

Unter den Gästen der Ausstellungseröffnung auch Torsten Fritz, Dezernent der Kreisverwaltung. Er zeigte sich im Gespräch mit mir beeindruckt, welche großartige Entwicklung das zuletzt als Kinderheim genutzte Anwesen am Weißen See genommen hat. Wir waren uns einig, dass der Skulpturenpark noch viel mehr Publikum aus nah und fern verdient. Mein besonderer Dank an dieser Stelle an die im Park lebende Raku-Keramikerin Cornelia Nagel. Die Ausnahmekünstlerin hat meiner Frau und mir eine private Führung durch ihre eigenen Ausstellungsräume ermöglicht. Wir waren schlichtweg verzaubert.

Ich darf noch einmal mit anhängender Anzeige für das Musikfestival „Bei Wu“ am kommenden Wochenende werben. Natürlich sind da auch alle Ausstellungen geöffnet. Vielleicht sieht man sich.