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Rund 240 Bewohner und Besucher der Häuser in der Neustrelitzer Seestraße und der Straße An der Promenade haben die Stadtverwaltung aufgefordert, Pläne zur Pflasterung der Seestraße zuvor schalltechnisch untersuchen zu lassen. Eine entsprechende Unterschriftenliste liegt im Rathaus vor. Die Bürger befürchten, dass durch das Pflaster der Geräuschpegel steigt. Sie erwarten stattdessen mit der Einführung der ebenfalls geplanten Tempo-30-Zone und der Einengung durch zusätzliche Parkflächen eine deutliche Reduzierung der Lärmbelastung. Der Verkehr soll, so das Ziel der Stadtplaner, nicht mehr durch die Innenstadt geführt, sondern über die Semmelweisstraße, An der Promenade und Tiergartenstraße geleitet werden.

In dem der Unterschriftenliste beigefügten Schreiben wird außerdem eine vorgezogene Verkehrszählung erbeten, die erst 2020 anstehe. Der vorliegende Schallimmissionsplan der Stadt Neustrelitz stamme aus dem Jahr 1997 und die letzte Verkehrszählung aus dem Jahr 2012. Bei der schalltechnischen Untersuchung seien Pflasterung und Asphaltdecke einander gegenüberzustellen. Auch eine Tempo-30-Zone An der Promenade, asphaltiert oder gepflastert, müsse ins Kalkül gezogen werden.

Die Unterzeichner verweisen ferner darauf, dass es aus ähnlich gepflasterten Bereichen der Stadt vermehrt Beschwerden über die Geräuschbelastung gebe. Auch träten hier zunehmend Straßenschäden auf. Letztlich wollen die Unterzeichner wissen, wie die Einhaltung des Tempolimits durch die Stadt überwacht werden soll.

Anwohner Holger Wilfarth hat die Unterschriften im Rathaus übergeben. Im Gespräch mit Strelitzius machte der Neustrelitzer auf eine Regelung in Bayern aufmerksam. Danach sollte sogenanntes gebrochenes Pflaster aus Lärmschutzgründen bei Innenstadtstraßen nur in reinen Fußgängerzonen oder in Tempo-10-Zonen mit eingeschränktem Lieferverkehr verlegt werden.