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Das ist auch nicht alltäglich: Lange vor der offiziellen Eröffnung der bemerkenswerten Aboriginal Art Ausstellung „Pila Nguruku Kapi Walkatjara – Painted Waters of Spinifex Country“ mit Werken des Spinifex Arts Project am 23. Juni kann die Schau im Skulpturenpark Wesenberg „Künstler Bei Wu“ bereits besichtigt werden. Zu Pfingsten bestünde beispielsweise eine gute Gelegenheit, einen Abstecher an den Weißen See zu machen und Kunst mit Seltenheitswert zu bewundern. Ein Tipp meiner Blogfreundin Philine Bracht, den ich nur zu gern aufgreife und weitergebe. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr, zu Pfingsten auch am Montag.

Mit „Pila Nguruku Kapi Walkatjara“ ist das Spinifex Arts Project aus der Great Victoria Desert in Westaustralien, dessen Künstler nicht nur in Australien, sondern mittlerweile auch in Europa durch drei Museumsausstellungen für Furore sorgten, erstmals im Skulpturenpark Wesenberg zu Gast. Die Spinifex People zählen zu den letzten Nomaden der australischen Wüste. So gehörten die Künstler Ian Rictor und Tjaruwa Woods zu der Gruppe von Aborigines, die als letzte erst 1986 ihren ersten Kontakt mit der Welt der Weißen hatten. Genau diese Ursprünglichkeit macht die besondere Faszination der Spinifex-Kunst aus, die geradezu als Archetyp der Aboriginal Art aus den Wüstenregionen Australiens bezeichnet werden kann.

Nachdem ein großer Teil des Stammesgebietes durch geheime Atomtests der Briten verseucht wurde, diente die Malerei der Spinifex als Beweismittel bei der Durchsetzung von Landansprüchen, bei der mehr als 55 000 Quadratkilometer Land anhand der Kunst zurückgewonnen werden konnten. Die magische Kraft dieser Kunstwerke kommt besonders in Gemeinschaftsarbeiten wie dem Titelwerk zur Geltung.

Freiburger Galerie als langfristiger Partner ausgewählt

Die Sonderausstellung im Skulpturenpark Wesenberg wurde von der Freiburger Galerie ARTKELCH kuratiert. Am Weißen See, knapp zwei Stunden von Berlin entfernt, hat die Peter Wilmot Thompson Stiftung einen magischen Ort geschaffen, an dem Natur, Kunst und Musik eine wunderbare Symbiose eingehen. Der Skulpturenpark und mehrere Ausstellungsgalerien hier sind seit der Eröffnung 2016 zu einem Anziehungspunkt für ein deutsches und internationales Publikum geworden. Die Stiftung fördert auch den kulturellen Austausch zwischen australischen und deutschen Künstlern.
Die zeitgenössische Kunst der indigenen Australier wird hier einen festen Platz erhalten. ARTKELCH wurde hierzu als langfristiger Ausstellungspartner ausgewählt.

Offizielle Eröffnung ist im Rahmen des zweitägigen Zeitgenössischen Australischen Kunstfestivals am Samstag, 23. Juni, mit öffentlichen Führungen durch die Kuratorin Robyn Kelch um 10, 12 und 14 Uhr.

www.artkelch.de