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Gibt es ein Leben auf dem Mond? Dieses Gedankenspiel fesselte nicht nur Carlo Goldoni, der bereits 1750 sein mit Doppeldeutigkeiten gespicktes Libretto verfasste. Von zahlreichen Vertonungen überlebte nur Joseph Haydns 1777 uraufgeführtes Meisterwerk „Die Welt auf dem Monde“. Es hat am kommenden Sonnabend um 19.30 Uhr am Landestheater Neustrelitz Premiere. Haydns Musik entfaltet einen märchenhaften Zauber und eine musikalische Magie, die eines Mozart würdig ist.

Der schlitzohrige Ecclitico und sein Freund Ernesto sind beide in jeweils eine der Töchter des wohlhabenden Buonafede verliebt. Dieser liebt vor allem die Astrologie und träumt von einem Leben auf dem Mond. Ecclitico und Ernesto sind ihm dagegen nicht gut genug für seine Töchter. Ecclitico ersinnt daraufhin einen Plan, wie die beiden ihre Geliebten für sich gewinnen können: Mit vereinten Kräften gaukeln sie dem gutgläubigen Hobbyastrologen die perfekte Welt auf dem Mond vor, wo schließlich alle irdischen Verhältnisse auf den Kopf gestellt sind.

Regisseur Jürgen Pöckel und Bühnenbildnerin Andrea Eisensee sind dem Neustrelitzer Publikum keine Unbekannten mehr. So begeisterten sie das Publikum mit ihrem bildgewaltigen „Fidelio“ in dieser Spielzeit schon einmal. Jürgen Pöckel inszenierte auch mehrfach bei den Festspielen im Schlossgarten, zuletzt erlebte dort 2017 sein fantasievoller „Zigeunerbaron“ Premiere. Andrea Eisensee schuf mit ihrem Bühnenbild zur „Zauberflöte“ von 2012/2013 eine ganz eigene Lesart dieser vielgespielten Oper.