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Die Wanderausstellung „Wenn schwanger, dann ZERO“ reist in diesem Frühjahr durch Mecklenburg-Vorpommern und macht vom 30. April bis zum 11. Mai im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte halt. Sie klärt  eingebettet in die Suchtwoche des Landkreises gut verständlich und zum „Anfassen“ darüber auf, mit welchen geistigen und körperlichen Störungen Babys geboren werden, weil ihre Mütter während der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben. Die Organisatoren der Ausstellung versprechen sich große Aufmerksamkeit und Wirkung vor allem auf Schülerinnen. Für die Vormittage sind deshalb Schulklassen der jeweiligen Region angemeldet. Danach steht die Ausstellung auch allen anderen Interessierten offen. Der Eintritt ist frei.

Schon kleinste Mengen Alkohol in der Schwangerschaft schaden dem ungeborenen Kind und sind ein Risiko, an FASD (Fetal Alcohol Strectrum Disorder), einer körperlichen, geistigen und seelischen Störung oder an einer anderen Behinderung zu erkranken. In Deutschland kommen in jedem Jahr etwa 10 000 FASD-Babys auf die Welt. Sie haben dauerhafte Lern- und Verhaltensstörungen, sind oft zu klein und zu leicht, haben einen sehr kleinen Kopf mit Gesichtsfehlbildungen, Herzfehler und Missbildungen der Organe. Diese Kinder und späteren Erwachsenen zeigen oft motorische Unruhe und ausgeprägte Schlaf- und Essstörungen. Ihre Aufmerksamkeit ist schwer beeinträchtigt. Die Betroffenen sind zumeist auf ständige Hilfe und Unterstützung angewiesen, um den Alltag bewältigen zu können. Absoluter Alkoholverzicht während der Schwangerschaft verhindert FASD zu hundert Prozent und kostet nichts.

Unter Federführung der Koordinierungsstelle „Frühe Hilfen“ des Jugendamtes hat ein Netzwerk von Vertretern der Suchtprävention, der Schwangerschafts- und Suchtberatungsstellen sowie der Städte Neubrandenburg und Malchin die Ausstellung in den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte geholt und alles Weitere organisiert. Entwickelt aber wurde „ZERO“ vom FASD-Netzwerk Nordbayern in Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule Erlangen. Das Bundesministerium für Gesundheit hat sie finanziell unterstützt. 

Die Ausstellungen im Rathaus Neubrandenburg (Ratssaal, ab 30. April) und im Sozialwerk der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Malchin-Teterow in Malchin (Rudolf-Fritz-Str. 1a, ab 7. Mai) werden von 8 bis 16 Uhr geöffnet sein. 

www.wenn-schwanger-dann-zero.de
http://vnkinderschutz.lk-mecklenburgische-seenplatte.de/.