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Elsa Claveria, Erste Konzermeisterin der Neubrandenburger Philharmonie. Foto: Urte Kaunas

Beim 8. Philharmonischen Konzert der Saison in dieser Woche wird der kleine Beethoven-Zyklus fortgesetzt.  Arn Goerke, der viele Jahre als Musikdirektor und Chefdirigent am Hofer Theater wirkte und seit 2017 das Universitätsorchester Regensburg leitet, dirigiert als Gast das 8. Philharmonische Konzert. Unter seiner Leitung findet der kleine Beethoven-Zyklus der laufenden Saison seine Fortsetzung. Zur Aufführung gelangt die „Fünfte“, die so genannte Schicksalssinfonie des Wiener Klassikers. Neben dem berühmten pochenden Motiv ist es wohl die „Durch Nacht zum Licht“ führende Gesamtdramaturgie, die damals wie heute das Konzertpublikum fasziniert. Trotz einiger kritischer Anmerkungen galt die Sinfonie von Anfang an als „genial, einzigartig, phantasievoll“.

Eine völlig andere Dramaturgie verfolgt Mauricio Kagel in seinen „10 Märschen um den Sieg zu verfehlen“. Nicht die Bündelung der Kräfte ist hier das gewünschte Ziel, sondern es hat vielmehr den Anschein, dass sich die Musik durch falsche Betonungen und Rückungen immer wieder selbst ein Bein stellt (Claus Spahn). Die „10 Märsche, um den Sieg zu verfehlen“ sind 1979 als Zwischenspiele für das Hörspiel „Der Tribun“ entstanden, in dem Kagel 700 Floskeln politischer Führer aller Couleur zu einer chaplinesken Größenwahn-Rede zusammengefügt hat.

Herzstück des Konzertabends ist Jean Sibelius‘ spätromantisches Violinkonzert, dessen hochvirtuosen Solopart Elsa Claveria, die Erste Konzertmeisterin der Neubrandenburger Philharmonie, einstudiert hat. Konzerttermine: Donnerstag, 5. April, 10 Uhr öffentliche Generalprobe, 19 Uhr Premiere, jeweils Neubrandenburger Konzertkirche; Sonntag, 8. April, 18 Uhr, Landestheater Neustrelitz.