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Guido Heinrich auf der Bank links verfolgt hochkonzentriert die Partie. Foto: WSV

Für den nächsten Paukenschlag sorgten die WSV Carolinum Baskets am Samstagabend in der Strelitzhalle in der Pokalrunde des Basketballverbandes MV. Nachdem die Hausherren im September bereits die Schwerin Tigers aus der Pokalrunde geworfen hatten, bezwangen die Baskets nun auch die Wismar Bulls. Am Ende hieß es 93:89 zu Gunsten der Residenzstädter. Immerhin sind die Hanseaten ungeschlagen Tabellenführer in der Herrenoberliga MV Staffel West.

Was sich den Zuschauern bot, war einmal mehr ein spannendes Duell, das erst in der Verlängerung entschieden wurde. Zwar gingen die Hausherren zu Beginn des Spiels in Führung, mussten aber bereits das erste Viertel 16:20 abgeben. In der Folge schafften die Baskets Mitte des zweiten Durchgangs den Anschluss herzustellen, mussten aber mit einem 32:41 Rückstand in die Halbzeit gehen.

„Wir standen uns selbst im Weg. Die Taktik wurde nicht konsequent von allen umgesetzt, was zu leichten Punkten der Wismaraner führte. Ich musste leider drastische Mittel anwenden, aber am Ende konnte ich die Spieler einfangen“, so WSV Trainer Guido Heinrich, der nicht nur mit den eigenen Spielern lautstark haderte, sondern sich auch über die Schiedsrichterentscheidung lautstark beschwerte und zu Beginn des Schlussviertels dafür ein Technisches Foul kassierte. „Klar steht man unter enormem Druck, aber auch das Foul ist ein taktisches Mittel. Der Schiedsrichter hat in der Situation völlig richtig entschieden“, so Heinrich.

Zuvor hatten die Neustrelitzer zwar im dritten Viertel den Anschluss 53:56 wieder hergestellt, gaben aber auch das dritte Viertel 55:66 ab. Der WSV kämpfte und verkürzte drei Minuten vor Ende der Partie auf 74:77. Knapp 70 Sekunden vor dem Schlusspfiff übernahm der WSV 80:77 die Führung. Nur 17 Sekunden vor Ende war die Partie wieder völlig offen nachdem die Gäste erneut auf 80:80 ausgleichen konnten. Wismars René Kerl hatte in der Schlusssekunde den Matchball in der Hand und vergab knapp aus der Halbdistanz. Was folgte, war eine fünfminütige Verlängerung, die auch bis 40 Sekunden vor Ende 89:89 ausgeglichen war.

Auf die Nachwuchstalente gesetzt

Letztlich setzen sich die Hausherren 93:89 durch, wobei Guido Heinrich in den letzten 15 Minuten des Spiels ausschliesslich auf die Neustrelitzer Nachwuchstalente setzte. „Neben der super Teamleistung war es vor allem Anton Schmidt, der sich enorm nervenstark zeigte“, so Heinrich. Der Flügelspieler war mit 29 Punkten nicht nur Topscorer, sondern versenkte auch neun seiner zehn Freiwurfversuche in der entscheidenden Phase des Spiels im Gästekorb. Ähnlich erfolgreich war Anatol Glebov, der 24 Punkte sammelte, aber nach seinem fünften Foul die Partie vorzeitig beenden musste. Beeindruckend war auch die Leistung von Jakob Kurzmann, der drei Punkte beisteuerte, aber besonders abseits des Balls eine beachtliche Leistung ablieferte.

Damit ruht der Basketballbetrieb bis nach dem Jahreswechsel. Am 22. Dezember findet das traditionelle „Zocken unterm Weihnachtsbaum“ der Neustrelitzer Basketballer in der Strelitzhalle statt. Dazu laden die WSV Carolinum Baskets wieder alle aktiven und ehemaligen Spieler, Familie und Freunde des Basketballs ein.