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Tabellenführer Energie Cottbus war dann doch zwei Nummern zu groß für die TSG Neustrelitz. Die Residenzstädter verlieren ihr Auswärtsspiel am heutigen Sonnabend mit 1:4 (0:3). Das Tor für die Gäste schoss Mannschaftskapitän Filip Luksik beim Stand von 0:3 in der 55. Minute. Zvonimir Teklic trat einen Freistoß fast von der Grundlinie und Luksik konnte am langen Pfosten ungehindert einnetzen.
Cotrainer Robert Gerhardt ist eigentlich ein stiller, feiner Mensch. Wenn der im Gespräch mit mir die erste Halbzeit als „Frechheit“ bezeichnet, dann muss er sich schon mächtig über die Mannschaft geärgert haben. „Kein Selbstvertrauen, unsere Jungs hatten vor den 5500 Zuschauern die Hosen voll, anstatt sich gerade hier zu beweisen.“ Und es passierte, was eigentlich nicht passieren sollte. Bereits in der 3. Minute, die Neustrelitzer noch gar nicht richtig wach, klingelte es das erste Mal im TSG-Kasten. In der 23. und der 27. Minute erhöhten die um mindestens zwei Klassen besseren Cottbuser ihre Torausbeute.
Noch achtbar aus der Affäre gezogen
In der Kabine gab es dann von TSG-Trainer Achim Hollerieth eine richtige Ansage. Die Spieler mussten sich fragen lassen, ob sie zur Lachnummer der Liga werden wollen. Das muss wohl gezogen haben. In der zweiten Hälfte waren die Residenzstadtkicker eine ganz andere Truppe, agierten mit mehr Mut, stellten sich den Zweikämpfen und hatten auch noch drei, vier Chancen, zu weiteren Treffern zu kommen. Unter dem Strich zogen sich die Neustrelitzer damit noch achtbar aus der Affäre. Dennoch gab es zu keinem Zeitpunkt der Spielzeit einen Zweifel daran, so mein Blogfreund Robert Gerhardt, dass die Cottbuser die mit Abstand stärkste Mannschaft der Liga sind. „Die können einfach nicht unser Gradmesser sein, sie waren uns einfach in allen Belangen überlegen.“
Zvonimir Teklic fing sich heute die fünfte Gelbe Karte ein und wird folglich beim letzten Spiel vor der Winterpause am kommenden Freitag um 19 Uhr im Parkstadion nicht mit auflaufen können. Dafür ist dann Alexander Lukesch wieder im Aufgebot, der heute pausieren musste. „Wir werden alles tun, um gegen Budissa Bautzen die drei Punkte in Neustrelitz zu behalten“, gab Robert Gerhardt schon immer mal die Marschrichtung aus. Hoffentlich hält das Wetter. In Cottbus mussten heute schon die Schneeschieber bemüht werden.
