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Der Berliner Fotograf Jürgen Hohmuth und der Kapitän Ulf Wolter berichten am kommenden Freitag, den 21. Juli, um 18 Uhr, im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz in Neustrelitz über ihre abenteuerliche Reise auf der Route um Kap Hoorn. Der Vortrag „Wracks am Ende der Welt – Der Schiffsfriedhof um Kap Hoorn“ steht im Kontext zur Sonderausstellung „Die Wege des Eisens“ im Kulturquartier in der Schlossstraße.

Keine Meerespassage ist gefährlicher als die Route um Kap Hoorn, wo rund 800 Schiffe und 10 000 Menschen im Meer verschwanden. Der Großsegler »Susanna« benötigte 1905 für die von Regen, Kälte, Strömungen und Eisbergen erschwerte Fahrt 99 Tage und viele Schiffe kamen nie an der amerikanischen Westküste an. Jürgen Hohmuth hat die bizarre Felslandschaft mit ihren auf Riffs und Sandbänken gestrandeten Wracks fotografiert: riesige Kähne und verwitterte Walfänger als beeindruckende Zeugnisse dieses Mythos, der in diesen Fotografien wieder lebendig wird.

„Als Seemann kann ich von den Wracks etwas lernen. Sie lehren und mahnen mich immer wieder stoisch den vorsichtigen und verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Schiff“, so Kapitän Ulf Wolter. „Wracks schärfen meinen Blick für das Meer. Damit man immer auf dem rechten Kurs mit ausreichend Wasser unterm Kiel zur See fährt und den nächsten Hafen sicher erreicht. Das Zusammenspiel von Meer und fulminanter Landschaft verleiht Wracks häufig eine magische Ausstrahlung. Hinzu kommt der Einfluss von Sonne und Wolken, die den reglosen Schiffskörper in besonderem Licht erscheinen lassen. Manchmal hilft sogar der Mond.“ Diese Atmosphäre greife Jürgen Hohmuth auf und porträtiere die Wracks. „Das vermitteln seine Fotos. Sie sind eindeutig und klar, traurig und schön zugleich. Sie erweisen dem Wrack Ehre und Respekt zugleich“, unterstreicht der Seemann.

Ulf Wolter, geboren und aufgewachsen auf der Elbinsel Krautsand, prägte die Liebe zum Meer sein Leben frühzeitig. Er wurde Seemann. Einige Jahre war er als Offizier und Kapitän auf den Expeditionskreuzfahrschiffen „Hanseatic“ und „Bremen“ unterwegs. Dabei übten die polaren Fahrgebiete eine besondere Faszination auf ihn aus. Heute fährt er als Kapitän auf der „MS Europa 2“ über die Weltmeere.

Der Eintritt zum Vortrag kostet sechs, ermäßigt drei Euro.