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mink-934581_1280Deutschlands größte Nerzfarm in Wesenberg-Zirtow schließt. Dieser Tage wird den letzten Pelztieren das Fell über die Ohren gezogen. Zum Jahreswechsel dürfte hier definitiv Schluss sein. In Spitzenzeiten sollen hier nach Angaben von Tierschützern rund 16 000 Tiere gehalten worden sein.

Fünf Jahre hat es gedauert, bis die im Dezember 2011 in Kraft getretene Nutztierhaltungsverordnung nun tatsächlich durchgesetzt ist. Der Betreiber der Wesenberger Farm hatte mit den anderen Farmern in Deutschland  gegen die Verordnung geklagt. Letztlich kam es vor dem Verwaltungsgericht Greifswald für die Betriebe in Wesenberg und in Klueß bei Güstrow zum Vergleich mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern, der jetzt wirksam wird. Tierschützer hatten wiederholt beklagt, dass die Nerzfarmer auf Zeit gespielt hätten, was noch rund 100 000 Tiere das Leben gekostet habe.

Im Gegenzug hatten die Farmer die neuen Auflagen für unsinnig erklärt. So ertränken in den in jedem Käfig vorgeschriebenen frostgeschützten Wasserbecken regelmäßig die Jungtiere. Als Mindestmaß pro Nerz ist ein Quadratmeter Fläche festgelegt worden. Bedingungen, die für die Farmer nach deren Aussage nicht hinnehmbar sind. Man muss kein Prophet sein um davon auszugehen, dass das Millionen-Geschäft nun anderswo fortgesetzt wird.