Schlagwörter
Carolinum, Italien, Jugend, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Südkorea, Schulen
Das Gymnasium Carolinum Neustrelitz unterbricht die Austauschprogramme mit den Partnerschulen in Italien und Südkorea. „Vor dem Hintergrund, dass Wissenschaftler schon jetzt Anzeichen für eine mögliche Epidemie des Corona-Virus in Europa sehen, die WHO angesichts der rasanten Ausbreitung des Virus vor einer möglichen Pandemie warnt und Nathalie MacDermott, Expertin für Infektionskrankheiten am King’s College in London, die Situation in Italien und Südkorea als ’sehr besorgniserregend‘ bezeichnet, sagen wir die für Anfang März geplanten Schüleraustausch-Programme mit unseren Partnerschulen in Italien und Südkorea ab“, teilte Carolinum-Leiter Henry Tesch Strelitzius mit.
Schülerinnen und Schüler sowie Eltern und Lehrer wurden im Vorfeld über diese Entscheidung informiert. Die Reise zu den Partnerschulen soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Während die Agenzia Nazionale Erasmus+ in Italien alle Schülerfahrten ausgesetzt hat und der pädagogische Austauschdienst der Kultusministerkonferenz in Deutschland diese Entscheidung bestätigte, hat das Auswärtige Amt noch keine Reisewarnung ausgesprochen. Für Südkorea hat das Auswärtige Amt hat auf seiner Webseite nur eingeschränkte Reisewarnungen für zwei Regionen bekanntgegeben. Außerdem informiert das Auswärtige Amt, dass von den Behörden in Korea Schulschließungen und Reisebeschränkungen vorgenommen werden.
Kritik an Informationspolitik der Bundesregierung
„Aus unserer Sicht merken wir das äußerst kritisch an, lässt es doch die Schulen, Schülerinnen und Schüler und deren Eltern in einer unfreiwillig schwierigen Situation“, kommentierte Henry Tesch. „Alle Teilnehmer der Programme bereiten die Fahrten langfristig vor und sehen sich jetzt in der Position, ihre Reisen stornieren zu müssen und dennoch auf den Reise- und Stornokosten sitzen zu bleiben. Denn die aktuelle Handhabung der Bundesregierung bedeutet für Schulen, dass sie in die akut vom Virus betroffenen Regionen fahren müssten!“
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