So groß der Gesprächsbedarf ist, so müde sind wir des Redens und Diskutierens. Der wortgewandte Liedermacher Stephan Krawczyk bietet die gleichsam unterhaltsame wie ernsthafte Variante, einen schönen Abend zu haben. Auf Einladung von Kultur in Bewegung ist Stephan Krawczyk mit seinem aktuellen Programm „Ich dagegen singe“ am 7. Februar um 19:30 Uhr in der Scheune der Kachelofenfabrik Neustrelitz zu Gast. (Eintritt für 15/10 € an der Abendkasse)
Herzliche Einladung zum Liederabend mit Ingo Barz, dem Liedermacher und Sänger vom Schnitterhof in Lühburg, am Dienstag 16. Juli 24, 19.30 Uhr, in der St. Marienkirche Wesenberg. Der Künstler spielt und singt kraftvoll vorgetragene Titel voller Poesie und erworbener Lebensweisheit aus seinem aktuellen Album „Hoffnungsvoll daneben“.
„Hoffnungsvoll daneben“ ist das 16. Album des Liedermachers, der sein Schaffen in zwei große Abschnitte einteilt. Bis zur Wende blieben ihm Veranstaltungsorte wie Kulturhäuser oder Bibliotheken verwehrt. Was er zu sagen hatte, erfuhr sein Publikum in Kirchen und Gemeinderäumen. „Und immer im Hintergrund dabei zwei, drei Leute von der Stasi“, erinnert er sich. Seine Lieder verbreiteten sich durch von Hand zu Hand gegebene Kassetten, seine Texte machten auf Blaupausen die Runde. Schallplatten blieben für ihn tabu. Nach der Wende offenbarte sich einem Dammbruch gleich die ganze Produktivität des Künstlers. Album auf Album entstand, Veranstaltungsorte öffneten sich für ihn und seine Lieder.
Ein Konzert mit dem Sänger und Liedermacher Tobias Thiele gibt es am Sonnabend, 9. Dezember, um 19.30 Uhr, in der Fabrik.Scheune der Alten Kachelofenfabrik. Seine Musik bewegt sich zwischen Welten, zwischen Utopie und Realität, Traum und Wirklichkeit, Stillstand und Veränderung, Krieg und Frieden, dir und mir…
Der 1986 in Berlin-Friedrichshain geborene Musiker, Sänger und Liederschreiber arbeitet seit 2004 als Studio-, Livemusiker, Produzent und Theatermusiker. Er komponierte Musik für mehrere Theaterstücke in Zusammenarbeit mit dem Theater tri-bühne (Stuttgart) und dem Luzintheater (Feldberger Seenlandschaft). Er veröffentlichte 2016 sein Solo- Debütalbum „Unerhört“ und erhielt dafür 2017 den Förderpreis der Liederbestenliste. 2017 nahm er mit Unterstützung der Peter-Rohland-Stiftung sein zweites Album „Alles kann anders sein“ (2018) auf der Burg Waldeck auf. Während seines Aufenthaltes gewann er den ersten Preis beim Peter-Rohland-Singewettstreit und 2018 den „Walther-von-der-Vogelweide-Preis“, der ihm auf dem Würzburger Liedermacher-Festival „Songs an einem Sommerabend“ verliehen wurde. 2019 spielte er Konzerte in Deutschland, Kuba, Österreich und Frankreich. Im Januar 2020 war er zu Gast in Kuba beim Liedermacher-Festival „Longina“ in Santa Clara. Am 24. Dezember 2021 erschien sein drittes Studio-Album “Es brennt”, wofür er 2022 den Preis der deutschen Schallplattenkritik verliehen bekam.
Die Karten (15,00 €) für das Konzert sind am Einlass erhältlich oder können über das Online-Ticket-System reserviert und gekauft werden (www.basiskulturfabrik.de/scheunen-veranstaltungen). Wer möchte, kann gerne das „Weil`s mir Wert ist“ – Ticket erwerben und die KOF damit zusätzlich unterstützen. Es gelten ermäßigte Preise (8,00 €) für SchülerInnen und StudentInnen.
Unter dem Motto „Trotz alledem und alledem!“ werden anläßlich des 175. Jahrestages der 48er-Revolution die Liedermacher Wenzel, Körbel und Letz am 26. September um 19.30 Uhr in der Fabrik.Scheune der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz ein Konzert geben. Einer der führenden Köpfe der 48er-Revolution in Neustrelitz war Daniel Sanders, damals 28 Jahre alt und Direktor der jüdischen Freischule in Alt-Strelitz war. Er gab zusammen mit dem Berliner Satiriker Adolf Glaßbrenner, der seit 1840 in Neustrelitz lebte, die revolutionäre Zeitung „Blätter für freies Volksthum“ heraus, die vom 2. Juli 1848 bis März 1849 erscheinen konnte.
Im Sinne dieser freiheitlichen Gedanken werden die bekannten Liedermacher Wenzel, Körbel und Letz sich auch beziehen auf die Forderungen der damaligen demokratischen Bewegung und sich in ihren Liedern für die Freiheit der Gedanken und für die Abschaffung der Privilegien für wenige einsetzen. Ganz im Sinne auch von Ferdinand Freiligrath, der 1848 dichtete: „Mit Huf und Horn und alledem – Trotz alledem und alledem – Trotz Dummheit, List und alledem – Wir wissen doch: die Menschlichkeit behält den Sieg trotz alledem!“
Der „Verein für Kultur, Umwelt und Kommunikation e.V.“ lädt – zusammen mit dem „Neustrelitzer Kulturrat e.V.“ – alle Neustrelitzerinnen und Neustrelitzer ein, an der Veranstaltung teilzunehmen, Der Eintritt beträgt 12 Euro, für Schülerinnen und Schüler nur 6 Euro. Um Vorbestellungen unter der Telefonnummer 03981 – 20 31 45 wird gebeten, oder es kann auch übers Internet direkt ein Ticket gebucht werden: www.basiskulturfabrik.de/Scheunenveranstaltungen. Die Veranstaltung ist gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für die Kultur und Medien.