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Deutsche Tanzkompanie, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Schick, Stiftungsratsvorsitzender, Verabschiedung

Prof. Dr. Stefan Schick hat zum Jahresende 2025 den Vorsitz des Stiftungsrates der Deutschen Tanzkompanie niedergelegt. Stefan Schick hat die Deutsche Tanzkompanie im wahrsten Sinne von Anbeginn begleitet und sich unermüdlich für die Belange der Stiftung eingesetzt. Ohne sein Wirken als Gründungsberater wäre die Stiftungsgründung 1991 ebenso wenig vorstellbar wie die
erfolgreiche Entwicklung des (Tanz-)Theaterbetriebs ab 1992 und des Tanzhauses der Deutschen Tanzkompanie ab 1993. Die Gründung der Stiftung in einer Zeit des Um- und Aufbruchs, deren Entwicklung, Rahmensetzung und -sicherung als inhaltlich und strukturell einzigartige künstlerische Organisation zwischen staatlichen und privaten Institutionen hat er bis heute maßgeblich begleitet – und aktiv gestaltet.
Als Mitglied der Gründungsgruppe, „Mitglied der ersten Stunde“ im Stiftungsrat, seit der Gründung bis 2022 als dessen stellvertretender Vorsitzender und seit 2022 als Vorsitzender des Stiftungsrates war er eine unersetzliche Stütze für die Kompanie. Seine Empathie, seine Geduld, seine Umsicht, sein sicheres Fachwissen und Verhandlungsgeschick, vor allem sein kühler Kopf und sein immer lösungsorientiertes Agieren in schwierigsten Situationen zeichnen Stefan Schick aus. Von alldem durfte die Deutsche Tanzkompanie viele Jahre profitieren. Dabei war der „Professor aus Stuttgart“ in Kreisen von Politik und Verwaltung anerkannt, bekannt für seine klaren Worte, auch für die Künstler der Tanzkompanie ein interessierter und verlässlicher Partner, auch im direkten Austausch, zum Beispiel im Künstlerischen Beirat.
Stefan Schick selbst blickt bescheiden, aber durchaus emotional auf eine praktisch 35 Jahre währende enge Verbindung zur Deutschen Tanzkompanie, einem Unikat in der gesamtdeutschen Tanzlandschaft; blickt „auf Höhen und Tiefen“ und einen „nicht immer einfachen Weg“. Mit der Neuverhandlung der Landesförderung und dem Abschluss der Finanzierungsvereinbarung zwischen den unterstützenden Kommunen (dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, der Residenzstadt Neustrelitz und der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg) und der Stiftung sieht er nach langer Unsicherheit eine Basis für die Zukunft. Dieser Abschluss – mit den dafür notwendigen Schritten – wurde ihm „ein ganz persönliches Anliegen“.
Verbundenheit besteht weiter
Mit dem Stiftungsratsvorsitz legt Stefan Schick zugleich sein Mandat als Stiftungsratsmitglied nieder. Der langjährigen verantwortlichen Position ist er damit entbunden, die Verbundenheit zwischen Stefan Schick und der Deutschen Tanzkompanie
besteht weiter. Das unterstreicht auch Stiftungsvorstand Marco Zabel, der sich im Namen der Mitglieder der Stiftungsorgane und der Beschäftigten der Deutschen Tanzkompanie bei Stefan Schick bedankt – und auf ein Gastspiel in Baden-Württemberg, „zu Hause“ bei Stefan Schick, hofft, „um den Bogen zu schlagen, wie Stefan Schick und die Deutsche Tanzkompanie es in einer nunmehr 35jährigen gesamtdeutschen Erfolgsgeschichte getan haben: Mit großer Kunst und Geschichten von Menschen aus Ost und West.“
Der deutschlandweit geschätzte Stiftungsexperte Stefan Schick, Jg. 1954, ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht; studierte Rechtswissenschaften an der Universität Tübingen und promovierte 1983. Seit 1992 war er Partner der Anwaltskanzlei Menold Herrlinger & Partner in Stuttgart, er ist Gründungspartner der Kanzlei Schick und Schaudt, Stuttgart. Seine Beratungsschwerpunkte sind Stiftungs-, Vereins- und Gemeinnützigkeitsrecht, allgemeines Zivilrecht, jeweils mit besonderem Bezugspunkt zu steuerbegünstigten Einrichtungen und Non-Profit-Organisationen. Ab 2005 unterrichtete Schick als ordentlicher Professor an der Fachhochschule Mainz über mehrere Jahre am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Studiengang Krankenhauswesen, Gesundheits- und Sozialökonomie als Leiter des Studienschwerpunkts Management in sozialen Einrichtungen. Bis 2024 war er zudem Lehrbeauftragter im Zertifikatsprogramm „Gesundheitsökonomie“ an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht, Oestrich-Winkel.
Als gewählter Stellvertreter hat Andreas Grund, Bürgermeister der Residenzstadt Neustrelitz, die Rechte des Vorsitzenden übernommen.