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Freundeskreis, Kunstsammlung, Mecklenburgische Seenplatte, Neubrandenburg, Tod, Trauer, Wenzel

© VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Der Freundeskreis und das Team der Kunstsammlung Neubrandenburg trauern um Karlheinz Wenzel. Der Künstler ist am 26. Oktober im Alter von 93 Jahren verstorben ist. „Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt seiner Familie sowie allen, die ihn begleiteten“, heißt es in einem Nachruf des Freundeskreises auf sein Ehrenmitglied.
Karlheinz Wenzels künstlerischer Werdegang begann 1947 mit einer Ausbildung zum Gebrauchswerber in Wittenberg. Von 1950 bis 1955 studierte er Kunst an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst Berlin-Weißensee, wo er unter anderem Schüler von Horst Strempel, Arno Mohr und Bert Heller war. In Wittenberg wirkte er zunächst als freischaffender Künstler – vertreten im öffentlichen Raum mit Kunst am Bau (Wandmalerei und Keramik) – und leitete beim VEB Stickstoffwerke Piesteritz einen Mal- und Zeichenzirkel. Ab 1970 fand er in Neubrandenburg seine künstlerische Heimat, wo er ab 1993 ebenfalls einen Malzirkel betreute.
Sein künstlerisches Schaffen wurde in zahlreichen Einzelausstellungen gewürdigt. Als Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR bis 1990 und später des Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern e.V. im BBK prägte er die Kunstszene nachhaltig.
In Neubrandenburg bleibt Wenzel durch sein denkmalgeschütztes Wandrelief „Musische Erziehung der Kinder“ (auch „Baum der Lebensfreude“) im Eingangsbereich der Regionalen Schule „Am Lindetal“ und durch sein Wandbild im Klinikum „Die vier Tageszeiten“ unvergessen. Die Kunstsammlung Neubrandenburg bewahrt zahlreiche seiner Gemälde und Grafiken. Zu seinem 80. Geburtstag richtete sie ihm eine große Retrospektive aus.